Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde: Kryptowährungen "permanente Futures" können die Beschränkungen für Differenzkontrakte nicht umgehen

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Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) veröffentlichte am 25. Februar 2026 eine Mitteilung, die vor Kryptowährungsderivaten warnt, die unter dem Namen „nachhaltige Futures“ oder „nachhaltige Verträge“ verkauft werden. Wenn deren Eigenschaften der rechtlichen Definition von CFDs (Contracts for Difference) entsprechen, müssen sie die aktuellen Maßnahmen zur Regulierung von CFDs einhalten, einschließlich Hebelbegrenzungen, verpflichtender Risikohinweise, Margin-Calls und Negativsaldo-Schutz.

Kern der Mitteilung: Klarstellung zur Anwendungsreichweite der CFD-Regeln

加密永續期貨無法規避差價合約限制

(Quelle: Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde)

ESMA hat mit dieser Mitteilung keine neuen Vorschriften eingeführt, sondern die Grenzen der aktuellen Maßnahmen zur Regulierung von CFDs klargestellt. Laut Mitteilung gelten für Derivate, die auf Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum mit Hebelwirkung ausgesetzt sind, unabhängig von ihrer Verpackung – einschließlich „nachhaltiger Verträge“, „nachhaltiger Futures“ oder anderer Derivate-Bezeichnungen – solange ihre Vertragsmerkmale der rechtlichen Definition von CFDs entsprechen, die regulatorischen Anforderungen.

ESMA erinnert zudem die Institute daran, „geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Interessenkonflikte zu erkennen, zu verhindern oder zu steuern, die durch das Angebot dieser Produkte entstehen könnten“, insbesondere im Hinblick auf Vertrieb, Produktgestaltung und Kundenangemessenheit.

Klare Anforderungen der ESMA an CFDs

Hebelbegrenzung: Für Retail-Kunden je nach Basiswertkategorie maximale Hebel (bei Krypto-CFDs maximal 2:1)

Verpflichtende Risikohinweise: Klare Offenlegung des Verlustrisikos in Marketingmaterialien und auf Handelsplattformen

Margin-Call: Bei Unterschreitung der Margin-Levels ist eine automatische Schließung der Positionen verpflichtend

Negativsaldo-Schutz: Kundenkonten dürfen kein negatives Guthaben aufweisen; Plattformen tragen Verluste, die den Kontostand übersteigen

Verbot von Währungs- und Nicht-Währungs-Vorteilen: Kunden dürfen nicht durch Gebührenvorteile, Cashback oder Geschenke zum Konto- oder Handelsschluss verleitet werden

Regulatorischer Hintergrund und Branchenreaktionen

ESMA wurde 2011 gegründet und überwacht den Anlegerschutz im EU-Finanzmarkt sowie die Einhaltung der MiCA-Verordnung (Markets in Crypto-Assets). Mit dieser Mitteilung setzt ESMA seine Überwachung im Bereich der Kryptowährungen fort – im Januar 2026 hatte ESMA bereits vor der Förderung „volatiler Krypto-Assets“ durch Branchenführer gewarnt.

Der leitende Jurist und globale Regulierungsdirektor bei Consensys, Bill Hughes, kommentierte auf X: „Wenn die Eigenschaften eines Produkts der Definition eines CFDs entsprechen, kann es auch dann nicht von den CFD-Regeln befreit werden, wenn es als ‚nachhaltiger Future‘ neu verpackt wird. Unternehmen, die Hebel-Derivate an EU-Retailkunden anbieten, müssen ihre Produktanalyse, Vertriebsstrategie und Governance-Strukturen überdenken – andernfalls werden die europäischen Regulierungsbehörden durchgesetzt.“

Häufig gestellte Fragen

Bedeutet diese Mitteilung von ESMA eine neue Regulierung oder nur eine Wiederholung der bestehenden Regeln?

Diese Mitteilung ist keine neue Gesetzgebung, sondern eine Klarstellung seitens ESMA zur Anwendungsreichweite der aktuellen Maßnahmen für CFDs. Der Kernpunkt ist: Anbieter von Krypto-Derivaten können sich nicht allein durch Umbenennung in „nachhaltige Futures“ oder „nachhaltige Verträge“ vor CFD-Regeln drücken. Die Regulierungsbehörden werden die Produkte anhand ihrer tatsächlichen Merkmale und nicht nur anhand ihrer Bezeichnung rechtlich bewerten.

Was sind die wichtigsten regulatorischen Beschränkungen für CFDs, und welche praktischen Auswirkungen haben sie auf Krypto-Handelsplattformen?

Laut den aktuellen Maßnahmen von ESMA sind die Hebel für Retail-Kunden bei Krypto-CFDs auf 2:1 beschränkt, es besteht ein verpflichtender Negativsaldo-Schutz, Margin-Calls und Risikohinweise müssen offengelegt werden. Diese Anforderungen beeinflussen direkt die Produktgestaltung, Marketingstrategien und Compliance-Kosten von Börsen und Derivate-Plattformen, die Krypto-Nachhaltigkeitsverträge in der EU anbieten.

Deckt die MiCA-Verordnung bereits die Regulierung von Krypto-Derivaten ab, warum warnt ESMA trotzdem?

MiCA konzentriert sich hauptsächlich auf den Spot-Markt für Kryptowährungen und deren Emission sowie Handel, mit begrenztem Umfang für Derivate. Mit dieser Mitteilung schließt ESMA eine Lücke, indem sie klarstellt, dass Krypto-Derivate, die der CFD-Definition entsprechen, unter die Regulierung von MiFID II fallen. Die beiden Regulierungsrahmen ergänzen sich, und Anbieter müssen sowohl die Anforderungen von MiCA als auch die von CFDs erfüllen.

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