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Die Wahrscheinlichkeit, dass die lang erwartete Gesetzgebung zur Krypto-Marktstruktur, bekannt als CLARITY-Gesetz, in diesem Jahr Gesetz wird, ist laut Daten der Prognoseplattform Polymarket in den letzten 24 Stunden stark gesunken.
Händler schätzen nun die Chance auf eine Verabschiedung des Gesetzes im Jahr 2026 auf 42 %, was auf zunehmenden Skeptizismus hinweist, dass die laufenden Verhandlungen zwischen der Krypto-Branche und dem Bankensektor rechtzeitig zu einem Durchbruch führen werden.
Der Rückgang des Vertrauens erfolgt trotz monatelanger hochrangiger Gespräche im Weißen Haus. Gesetzgeber und Branchenvertreter versuchen, einen Konsens über einen umfassenderen Marktstrukturrahmen zu erzielen.
Drei wichtige Treffen im Weißen Haus zwischen Krypto-Firmen und Bankvertretern haben jedoch noch keine endgültige Einigung gebracht. Dennoch bleiben die öffentlichen Aussagen der Beamten optimistisch.
Verwandte Lektüre: Ethereum fällt nach erneutem Verkauf von Vitalik Buterin: Repetiert sich die Geschichte?Chancen für das Inkrafttreten des Krypto-Marktstruktur-Gesetzes sinken auf 42 %. Quelle: PolymarketWie Bitcoinist letzte Woche berichtete, bezeichnete Patrick Witt, Geschäftsführer des President’s Council of Advisors for Digital Assets, die letzte Gesprächsrunde als „einen großen Schritt nach vorn.“ „Wir sind nah dran“, schrieb Witt und fügte hinzu, dass er erwartet, dass die Regierung die Frist am 1. März einhalten wird, wenn beide Seiten weiterhin in gutem Glauben verhandeln.
Im Mittelpunkt der Diskussion steht ein Entwurf für Gesetzestexte, der darauf abzielt, Bedenken der Banken in einem Dokument mit dem Titel „Yield and Interest Prohibition Principles“ zu adressieren.
Während der vorgeschlagene Text die Einwände des Bankensektors anerkennt, macht er auch deutlich, dass jegliche Beschränkungen für Krypto-Belohnungsprogramme eng gefasst sein würden.
Ein bedeutendes Ergebnis der Verhandlungen ist, dass die Verzinsung von ungenutzten Stablecoin-Guthaben — ein zentrales Ziel vieler Krypto-Firmen — effektiv vom Tisch ist.
Stattdessen hat sich die Debatte darauf verlagert, ob Unternehmen Belohnungen anbieten dürfen, die an bestimmte Nutzeraktivitäten gekoppelt sind, anstatt an einfache Kontoguthaben.
Neben den politischen Hin und Her hob Markt-Experte MartyParty kürzlich mögliche strukturelle Veränderungen hervor, die nach Verabschiedung des Gesetzes folgen könnten, und argumentierte, dass die Änderungen für viele Investoren bedeutender sein könnten, als sie denken.
Im Bitcoin (BTC)-Futures-Markt würden klarere gerichtliche Grenzen wahrscheinlich die Befugnisse der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) im Bereich digitaler Vermögenswerte festigen.
Der Experte glaubt, dass dies das Wachstum regulierter US-Handelsplätze wie CME beschleunigen und möglicherweise den Weg für CFTC-registrierte Perpetual-Futures-Plattformen ebnen könnte.
Laut MartyPartys Analyse könnte eine klare Klassifizierung von Rohstoffen auch eine stärkere institutionelle Beteiligung fördern, insbesondere von Fonds, die vom Investieren in als Wertpapiere eingestufte Vermögenswerte ausgeschlossen sind.
Perpetual-Futures-Kontrakte — ein kryptobasierter Produkt, das außerhalb der USA weit verbreitet ist — könnten sich ebenfalls weiterentwickeln. Mit CFTC-Registrierung könnten US-basierte Perpetual-Produkte mit stärkeren Verbraucherschutzmaßnahmen, größerer Transparenz bei den Funding-Raten und engeren Schutzmaßnahmen gegen Manipulation entstehen.
Verwandte Lektüre: XRP vs. SWIFT bei Zahlungen: Arbeitet Ripple bereits mit dem Zahlungsriesen zusammen?Eine größere regulatorische Klarheit könnte auch Diskrepanzen zwischen Spot- und Futures-Märkten verringern, Preislücken schließen und die Finanzierungsdynamik stabilisieren. Gleichzeitig könnten strengere Leverage- und Margin-Beschränkungen, die unter CFTC-Regeln gelten, die derzeit auf Offshore-Plattformen beobachtete extreme Retail-Spekulation einschränken.
Der Bitcoin-Optionsmarkt dürfte ähnliche Veränderungen erfahren. Der Experte behauptet, dass ein klareres regulatorisches Rahmenwerk die Entwicklung zusätzlicher US-regulierter Optionsbörsen fördern könnte, die sowohl physisch abgewickelte als auch barabgewickelte Verträge im Zusammenhang mit Bitcoin-Futures anbieten.
Weniger Unsicherheit bei der Durchsetzung könnte auch die impliziten Volatilitätsprämien senken, was Optionen für Hedging- und Spekulationsstrategien erschwinglicher machen könnte.
Institutionelle Investoren könnten insbesondere mit einer fest etablierten Klassifizierung von Bitcoin als Rohstoff selbstbewusster fortgeschrittene Strategien wie Collars und Straddles einsetzen.
Das 1D-Chart zeigt die Konsolidierung des BTC-Preises, derzeit bei etwa 66.000 $. Quelle: BTCUSDT auf TradingView.com Titelbild von OpenArt, Chart von TradingView.com
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