每 Unze 5162 USD Gold·88 USD Silber……Spotpreise steigen weiterhin stark an, ETFs setzen ihre "Abwartende" Haltung fort

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Der internationale Goldpreis am 26. (Ortszeit) lag bei etwa 5162,90 USD pro Unze und notierte in der Nähe des Schlusskurses vom Vortag von 5165,03 USD. Seit der zweiten Hälfte der letzten Woche bewegte sich der Goldpreis nach den Höchstständen von 5097,44 USD am 20. und 5227,61 USD am 23. in einer Seitwärtsrange zwischen 5100 und 5200 USD.

Der Silberpreis lag bei 88,28 USD pro Unze, leicht niedriger als der Schlusskurs vom Vortag von 89,22 USD. Nach einem kurzfristigen Anstieg von 76,63 USD am 16. auf über 80 USD, blieb der Silberpreis auf hohem Niveau.

Betrachtet man die letzte Woche, zeigen Gold und Silber deutliche Aufwärtstendenzen. Gold stieg von 4992,47 USD am 16. auf 5165,03 USD am 25., während Silber im gleichen Zeitraum von etwa 76 USD auf über 89 USD kletterte, mit einem größeren prozentualen Anstieg. Gold gilt traditionell als sicherer Hafen gegen Inflation und Finanzinstabilität, während Silber, obwohl ein Edelmetall, vor allem in der Elektronik, Photovoltaik und anderen Industriebereichen stark nachgefragt wird. Es wird daher als Asset betrachtet, das sowohl von der Konjunktur als auch von politischen und Lieferkettenfaktoren beeinflusst wird.

Im ETF-Markt schloss der Gold-Tracking-ETF SPDR Gold Shares (GLD) am 25. bei 473,42 USD, eine leichte Korrektur gegenüber 474,61 USD vom Vortag. Nach dem Anstieg von 468,62 USD am 20. auf 481,28 USD am 23. sucht der Kurs derzeit eine Richtung im Bereich um 470 USD. Der Silber-ETF iShares Silver Trust (SLV) schloss am 25. bei 80,04 USD, leicht höher als 79,08 USD vom Vortag. Nach einem schnellen Anstieg von 76,62 USD am 20. auf 80,57 USD am 23. schwankt der Kurs um die 80 USD. Marktanalysen deuten darauf hin, dass die ETF-Preisentwicklung sowohl kurzfristige Gewinnmitnahmen als auch die Nachfrage nach sicheren Anlagen widerspiegelt.

Makroökonomisch wird die Goldpreisentwicklung durch die verstärkten Käufe der Zentralbanken und eine veränderte Geldpolitik beeinflusst. Analysten berichten, dass die Netto-Goldkäufe der Zentralbanken im dritten Quartal 2025 bei 220 Tonnen lagen, wobei vor allem China, Russland und Indien ihre Devisenreserven zugunsten von Gold umschichten, um das Risiko von Asset-Freeze zu verringern. Die Fälle eingefrorener russischer Vermögenswerte nach dem Ukraine-Krieg haben dazu geführt, dass China, Indien und Nahost-Länder ihre Goldbestände erhöhen, was als ein weiterer Preisbildungsfaktor gilt.

Nach der Senkung des Leitzinses durch die US-Notenbank im Dezember 2025 auf 3,75–4,00 % bestehen weiterhin Erwartungen auf eine weitere Zinssenkung 2026, was den Goldpreis ebenfalls beeinflusst. Niedrigere Zinsen verringern die Opportunitätskosten für das Halten von Gold, das keine Zinsen abwirft. Zudem halten einige Länder wie Russland und Iran, um US-Sanktionen zu umgehen, ihre Abhängigkeit vom US-Dollar gering und suchen nach Alternativen, darunter Gold. Die protektionistische Handelspolitik der Trump-Administration sowie die zunehmende Fragmentierung globaler Lieferketten sorgen für Unsicherheiten. Zudem wurde Silber in den USA als kritischer Rohstoff eingestuft, und China hat eine Exportlizenzregelung für Silber eingeführt, was die Unsicherheiten bei Angebot und Nachfrage erhöht.

Reaktionen im Spot- und ETF-Markt zeigen Unterschiede: Der Gold-Spotpreis hält sich über 5000 USD, während der GLD in den letzten vier Tagen um 470 USD schwankt, was auf ein Gleichgewicht zwischen Kaufinteresse und Gewinnmitnahmen hindeutet. Der Silber-Spotpreis bewegt sich nach einer Seitwärtsphase um die 80 USD, während SLV um die 80 USD schwankt, was die Liquiditätslage widerspiegelt. Die physische Nachfrage und Zentralbankkäufe stützen den Spotpreis, während die ETF-Preise, die auf Handel und Liquidität reagieren, eine andere Dynamik zeigen.

Der gesamte Gold- und Silbermarkt zeigt derzeit eine defensive und abwartende Haltung in hohen Preissphären. Die strukturellen Käufe der Zentralbanken, geopolitische Konflikte und das Risiko von Asset-Freeze-Strategien stützen die Nachfrage nach sicheren Anlagen. Gleichzeitig beeinflussen die lockere Geldpolitik, der US-Dollar-Wechselkurs und politische Variablen wie die Politik der Trump-Administration die Marktstimmung. Diskussionen um den möglichen neuen Vorsitzenden der Fed, Kevin Waugh, und die damit verbundenen Erwartungen an eine Dollar-Aufwertung haben zudem Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed geweckt, was die Nachfrage nach sicheren Anlagen wie Gold zusätzlich befeuert.

Im Silbermarkt führen politische Variablen wie die Einstufung der USA als "kritischer Rohstoff" und Chinas Exportlizenzregelung zu Unsicherheiten bei Angebot und Industriebedarf. Angesichts anhaltender Investitionen in Photovoltaik und Elektromobilität sowie verschärfter Handelssanktionen und Exportkontrollen ist die Volatilität des Silberpreises hoch. Experten meinen, dass Gold vor allem durch die defensive Nachfrage von Zentralbanken und institutionellen Investoren geprägt ist, während Silber stärker auf die Konjunktur und politische Risiken reagiert.

Gold und Silber gelten als Anlagen, die empfindlich auf Zins-, Wechselkurs- und geldpolitische Veränderungen sowie auf geopolitische Ereignisse wie Kriege, Sanktionen und Handelskonflikte reagieren. Aufgrund dieser Eigenschaften ist sich der Markt bewusst, dass kurzfristige Preisschwankungen durch Nachrichten, politische Signale und den US-Dollar verstärkt werden können.

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