Das börsennotierte Bankinstitut Barclays (BCS) sammelt Berichten zufolge Informationen für einen möglichen Einstieg in die Blockchain, so ein Bericht von Bloomberg_ am Freitag.
Vertraute Quellen sagten, das Unternehmen habe bei „Technologieanbietern“ Informationen angefragt, während es einen Weg nach vorne prüft. Die Nutzung der Blockchain könnte tokenisierte Einlagen und Stablecoins umfassen, hieß es in dem Bericht.
Das in Großbritannien ansässige Bankinstitut scheint sich für Kryptowährungen zu öffnen und investierte in das Stablecoin-Abrechnungs-Startup Ubyx, nachdem es im vergangenen Herbst als eines von mehreren führenden internationalen Banken genannt wurde, die die gemeinsame Ausgabe eines Stablecoins erkunden.
„Spezialisierte Technologie wird eine entscheidende Rolle bei der Bereitstellung von Konnektivität und Infrastruktur spielen, um regulierten Finanzinstituten eine nahtlose Interaktion zu ermöglichen“, sagte Ryan Hayward, Leiter der Digital Assets bei Barclays, bei der Investition in Ubyx.
Nun untersucht das Unternehmen diese Technologien weiter und könnte bis April eine Entscheidung für einen Anbieter treffen, so Bloomberg_.
Wenn das Unternehmen letztlich entscheidet, tokenisierte Einlagen anzubieten oder mit Stablecoins zu experimentieren, würde es sich einer Liste großer Banken anschließen, die bereits im Krypto-Bereich aktiv sind.
Letztes Jahr führte JPMorgan seinen tokenisierten Einlagen-Token—JPMD—auf dem von Coinbase unterstützten Ethereum-Skalierungsnetzwerk Base ein, sodass institutionelle Kunden Zahlungen mit einer digitalen Darstellung ihrer JPMorgan-Einlagen tätigen können. Das Unternehmen erweiterte den Token Anfang dieses Jahres auf das Canton-Netzwerk.
Diese Entscheidung folgte einem Bericht, wonach JPMorgan an einem Rahmenwerk arbeitet, das es seinen Kunden ermöglicht, Bitcoin und Ethereum als Sicherheiten für Kredite zu verwenden. Außerdem testete die börsennotierte US-Bank ihre eigene Stablecoin im Stellar-Netzwerk, während Citi und Bank of America ebenfalls Interesse bekundeten.
Das mögliche Engagement von Barclays in diesem Bereich hat bei den Aktionären am Freitag keine große Resonanz gefunden, da die Aktien des Unternehmens im breiten Markt um fast 4 % gefallen sind. Dennoch sind die Aktien im letzten Jahr um etwa 54 % gestiegen.