Die Kriegsflammen zwischen den USA und dem Iran haben bereits die Krypto-Szene erreicht. Welche Erwartungen gibt es für den Markt am Montag?

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Verfasser: Jaleel 加六

Der Versuch, den iranischen Obersten Führer und den Präsidenten zu ermorden, ist gescheitert.

Mit dem plötzlichen Auslösen der Luftschutzwarnung in Teheran starteten Israel und die USA eine groß angelegte Militäroperation mit dem Codenamen „Brüllender Löwe“, die direkt auf iranische Nuklearanlagen, Luftabwehrsysteme und Raketenzulieferlinien abzielte. Trump bestätigte umgehend die Beteiligung der US-Armee und bezeichnete es als „große Kampfhandlung“.

Die iranische Revolutionsgarde reagierte schnell und feuerte Hunderte von Raketen und Drohnen auf israelische und US-Militärbasen im Persischen Golf ab. Israel erklärte den nationalen Notstand und schloss den Luftraum landesweit. In der Nähe des Flughafens Abu Dhabi gab es Explosionen, bei denen ein asiatischer Bürger durch fallende Trümmer ums Leben kam.

Angesichts des Angriffs reagierte die iranische Islamische Revolutionsgarde rasch und feuerte Hunderte von Raketen und Drohnen auf israelische und US-Militärbasen im Persischen Golf ab.

Die Reaktion der Finanzmärkte war brutal ehrlich. Innerhalb einer Stunde stieg das Verkaufsvolumen von BTC um etwa 1,8 Milliarden US-Dollar.

Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran fiel BTC zeitweise auf 63.000 USD, während die Funding-Rate für Perpetual Contracts auf -6 % sank – der zweittiefste Wert in den letzten drei Monaten. Das letzte Mal lag dieser Wert am 6. Februar, als BTC bei etwa 60.000 USD ein Tief erreichte. Gleichzeitig stieg der Gold-Futures-Preis um fast 6 %, da der Goldmarkt geschlossen war.

Derzeit befindet sich Israel im landesweiten Notstand, der Luftraum ist vollständig geschlossen. Während die internationale Gemeinschaft noch vorsichtig darüber diskutiert, ob dies als „totaler Krieg“ einzustufen ist, hat dieser intensive regionale Konflikt die Landkarte erheblich verändert.

Das Herz der Krypto-Branche, am Rande des Krieges

Mit dem Ausbreiten des Krieges stehen Libanon, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, drei geopolitisch zentrale Länder, unter physischem und psychischem Druck.

Der Süden Libanons ist zum zweiten Kriegsschauplatz zwischen Hisbollah und israelischen Streitkräften geworden. Der internationale Flughafen Beirut wurde vorübergehend geschlossen, und im Stadtgebiet hallen häufig die Überschallknalle israelischer Kampfflugzeuge wider.

Obwohl Saudi-Arabien versucht, neutral zu bleiben, ist sein Luftraum zu einer „Flugbahn“ für Raketen geworden. Die US-Militärbasis im Sudan, Prince Air Base, wurde auf Alarmstufe eins gesetzt. Die saudische Regierung ist äußerst vorsichtig, um keine Fehlbombardierungen ihrer Einrichtungen zu riskieren.

Der internationale Flughafen Dubai ist derzeit großflächig außer Betrieb, und die Dufra Air Base in Abu Dhabi löst regelmäßig Alarm aus. Sollte die Straße von Hormus blockiert werden, würde die Schifffahrt und Finanzlage Dubais massiv getroffen.

In der Nähe des Flughafens Abu Dhabis gab es mehrere Explosionen. Medienberichten zufolge wurde eine Wohngegend durch fallende Trümmer getroffen, wobei ein asiatischer Bürger ums Leben kam.

Diese Konfliktregionen sind auch die Zentren, in denen die Krypto-Industrie in den letzten Jahren ihre Schwerpunkte verlagert hat. Die VAE haben sich zu einem globalen Krypto-Hub entwickelt, was bedeutet, dass dieser Krieg die Branche auf bisher nie dagewesene Weise bedroht.

Binance hat offiziell das „No-Headquarters“-Zeitalter beendet und seinen globalen Hauptsitz nach Abu Dhabi in den ADGM verlegt. Zudem verfügt Binance in Dubai über große Büroflächen (im One Central). OKX hat eine große regionale Zentrale in Dubai (nahe dem World Trade Center) und hat Ende 2025 sein Büro dort auf über 100 Mitarbeiter erweitert, die den Nahen Osten und Nordafrika (MENA) abdecken. Bybit hat 2023 seinen Hauptsitz von Singapur nach Dubai (One Central) verlegt, fast alle Mitarbeiter arbeiten dort.

Fast alle führenden Krypto-Organisationen haben sich in Dubai oder Abu Dhabi niedergelassen. Dubai liegt nur etwa 300 km von der Südküste Irans entfernt, nur durch den Persischen Golf getrennt.

Auch andere bekannte internationale Projekte und Börsen sind im Nahen Osten präsent, z.B. Crypto.com besitzt eine vollständige Betriebslizenz in Dubai und hat kürzlich mehrere Zahlungskooperationen mit der Regierung Dubai unterzeichnet. Kraken hat eine MENA-Zentrale in Abu Dhabi und war eine der ersten internationalen Plattformen mit lokaler Lizenz. Chainalysis, ein führendes Blockchain-Analyseunternehmen, hat ein Büro in Dubai, das die Geldwäsche- und illegale Finanzierungsaktivitäten in der Region überwacht. Derzeit beobachten sie die Kryptoflüsse innerhalb Irans genau.

Die lokalen nativen Börsen sind jedoch in einer noch gefährlicheren Lage. Sie sind im Nahen Osten verwurzelt und könnten im Kriegsfall existenzbedroht sein. Zum Beispiel hat Rain Financial seinen Sitz in Bahrain und betreibt eine große Niederlassung in Riad, Saudi-Arabien. Da Bahrain Iran sehr nahe ist und die US-Fregatte Fifth Fleet stationiert ist, besteht ein hohes geopolitisches Risiko.

BitOasis ist die älteste und größte lokale Börse in Dubai, mit fast ausschließlich Nutzern aus den Golfstaaten. CoinMENA hat seinen Sitz in Bahrain und bedient hauptsächlich Nutzer aus Saudi-Arabien und den VAE.

Dubai und Abu Dhabi sind globale Zentren für Web3-Talente. Im Kriegsfall könnten viele Fachkräfte abwandern oder die Netzwerkinfrastruktur durch Cyberangriffe lahmgelegt werden, was die Entwicklung zahlreicher Projekte verzögern könnte.

Wenn die Banken im Nahen Osten durch Kriegs- oder Sicherheitsmaßnahmen vorübergehend geschlossen werden, könnten die Ein- und Auszahlungswege in AED (Dirham) oder SAR (Riyal) lahmgelegt werden.

Ausblick auf die Märkte in der nächsten Woche

Angesichts des extremen Hintergrunds des „Brüllenden Löwen“-Einsatzes am 28. Februar 2026 könnte der Montag, der 2. März, zum entscheidenden Zeitpunkt werden, an dem die Finanzmärkte die „Kriegswelle“ spüren.

Als sicherer Hafen Nummer eins ist Gold das einzige „Endversicherung“ bei geopolitischen Krisen. Mit der Ankündigung der US-Armee, eine „große Kampfhandlung“ zu starten, werden am Montagmorgen sofort Mittel in den Goldmarkt fließen.

Ein Analyst schätzt, dass die iranische Drohung, den Hormus-Straße zu blockieren, die Ölpreise in die Höhe treiben wird. Die dadurch erwartete zweite Inflation wird die Goldpreise weiter steigen lassen. Es wird erwartet, dass Gold am Montag mit einer großen Gap nach oben öffnet. Sollte Irans Gegenangriffe am Wochenende die zivilen Schifffahrtswege im Persischen Golf weiter beeinträchtigen, könnte der Goldpreis kurzfristig die psychologische Marke von 5300–5800 USD pro Unze überschreiten und neue Rekordhöhen erreichen.

Was BTC betrifft, so wird Bitcoin trotz seines Rufes als „digitales Gold“ in den ersten Stunden bis Tagen nach Kriegsbeginn meist als Risikoanlage betrachtet. Institutionelle Investoren verkaufen oft liquide Krypto-Assets, um Liquidität zu sichern oder Margin Calls an den Aktienmärkten zu erfüllen.

Wie bereits erwähnt, sind Dubai und Abu Dhabi globale Web3-Zentren. Physische Sicherheitsbedenken könnten Investoren veranlassen, die Stabilität der Börsen (wie Binance, Bybit) zu bezweifeln, was zu Panikverkäufen führen könnte.

Wenn die weltweiten Aktienmärkte (S&P 500, Nasdaq) am Montag stark fallen und die Wechselkurse der Nahost-Währungen (Riyal, Dirham) schwanken, könnte die dezentralisierte Natur von Bitcoin als sicherer Hafen wieder in den Fokus rücken.

Langfristige Optimisten glauben, dass es am Montag zunächst eine Korrektur geben könnte (mit Unterstützung bei wichtigen runden Zahlen), gefolgt von einer langfristigen Gegenbewegung, falls der Konflikt sich zu einem Dauerkrieg entwickelt und traditionelle Finanzsysteme gestört werden. Dann könnte Bitcoin eine „Decoupling“-Entwicklung zeigen und gegen den Trend steigen. Die wichtigsten Indikatoren sind derzeit das Handelsvolumen von Bitcoin und die Entwicklung der Marktstimmung.

Der Krieg schadet letztlich jedem Einzelnen.

Der Süden Libanons ist zum zweiten Kriegsschauplatz geworden, der Flughafen Beirut ist geschlossen. Israels Luftraum ist zu einer Raketenstraße geworden. Dubais Flughafen ist großflächig außer Betrieb. Bahrain, Heimat von Rain Financial und CoinMENA, ist mit der US-Fregatte Fifth Fleet sehr nahe an Iran.

Web3-Talente werden abwandern, Projekte könnten stagnieren, und die Netzwerkinfrastruktur ist Cyberangriffen ausgesetzt. Doch das sind nur die Kosten auf Branchenebene. Die realen Kosten sind: Menschen sind gestorben. Familien fliehen. Kinder verbringen die Nacht in Luftschutzbunkern.

Die Geschichte lehrt uns immer wieder: Krieg hat keinen echten Sieger. Er zerstört nicht nur Gebäude und Märkte, sondern auch das Vertrauen, die Ordnung und die Zukunft einer Generation. Einer der ursprünglichen Gründe für die Entstehung von Kryptowährungen war, den Menschen in einer unkontrollierbaren Welt ein Stück Autonomie zu geben. Doch ohne Frieden werden auch dezentralisierte Systeme im realen Krieg erzittern.

Was wir tun können, ist vielleicht nicht viel. Aber zumindest sollten wir nicht gleichgültig sein gegenüber dem, was geschieht. Und hoffen, dass dieser Konflikt bald beendet wird.

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