
Robert Samuels, Vice President Investor Relations bei MARA Holdings, veröffentlichte kürzlich auf der Plattform X einen Beitrag, um die Aussage des SwanDesk-Beraters Jacob King, basierend auf SEC-Dokumenten, zu widerlegen, dass „MARA auf eine Bitcoin-Reduktionsstrategie umgestellt habe“. Er klärte auf, dass die Klausel im 2026 10-K-Bericht lediglich eine Ermessensentscheidung für Transaktionen erlaubt und keine verpflichtende Liquidation bedeutet.
Jacob King, Berater bei SwanDesk, postete auf X, dass MARA gemäß SEC-Dokumenten auf eine Bitcoin-Reduktionsstrategie umgestellt habe. Diese Behauptung verbreitete sich rasch und hatte bei Samuels bereits über 325.000 Aufrufe zum Zeitpunkt seiner Reaktion.
Samuels stellte klar, dass Kings Interpretation grundlegend falsch sei. Er sagte: „Unser 2026 10-K-Bericht macht deutlich, dass wir unsere strategische Bandbreite erweitert haben, um den Verkauf von Bitcoin, die wir in unserer Bilanz halten, zu ermöglichen.“ Das Wesentliche dieser Klausel ist jedoch, dass Transaktionen je nach Marktlage und Kapitalprioritäten „ermessensabhängig“ erfolgen können, nicht aber, dass eine verpflichtende Reduktion der Bitcoin-Bestände vorgesehen ist.
Samuels betonte, der Unterschied liege darin, zwischen „Beibehaltung der Wahlfreiheit“ und „Verpflichtung zur erheblichen Reduktion der Bitcoin-Bestände“ zu unterscheiden: Erstere ist strategische Flexibilität, letztere ein Signal für Liquidation. MARA positioniert sich langfristig als Bitcoin-Halter. Jegliche Signale, die auf eine Strategieänderung hindeuten, werden von Investoren genau beobachtet, was die Verbreitung von Kings Aussage erklärt.

(Quelle: BitcoinTreasuries)
Laut den neuesten Angaben besitzt MARA 53.822 Bitcoin, was bei aktuellem Marktpreis etwa 3,7 Milliarden US-Dollar entspricht. Damit ist MARA der größte börsennotierte Bitcoin-Miner nach Bitcoin-Beständen. Nur Michael Saylor’s Strategy besitzt mit über 720.000 Bitcoin mehr.
MARA verfolgt derzeit eine Diversifizierungsstrategie: Im letzten Monat wurde eine 64%-Beteiligung an Exaion erworben, einem französischen Unternehmen für Hochleistungsrechnen und Blockchain-Dienste. Dennoch bleibt Bitcoin die zentrale Position in der Bilanz, und die finanzielle Lage ist stark an den Bitcoin-Preis gekoppelt.
Bitcoin-Bestände: 53.822 BTC, ca. 3,7 Mrd. USD
Ranking der börsennotierten Miner: größter börsennotierter Bitcoin-Miner nach Bitcoin-Beständen
Gesamt-Ranking aller börsennotierten Unternehmen: zweithöchster Bitcoin-Bestand weltweit, nach MicroStrategy (über 720.000 BTC)
Aktuelle Akquisition: 64%-Beteiligung an Exaion (Hochleistungsrechnen und Blockchain-Dienste)
Kernstreitpunkt im 10-K: „Ermessensbasierte Transaktionen“ ≠ verpflichtende Liquidation
Im 2026 10-K-Bericht von MARA wurde eine Klausel hinzugefügt, die den Verkauf von Bitcoin aus der Bilanz erlaubt. Ziel war es, dem Management Flexibilität zu geben, je nach Marktlage und Kapitalbedarf zu handeln. Einige Beobachter interpretieren „Verkauf erlauben“ jedoch fälschlicherweise als „groß angelegte Liquidation“, was die strategische Flexibilität mit einer aktiven Verkaufsabsicht verwechselt und so Gerüchte in den Markt bringt.
Laut Robert Samuels gibt es derzeit keine Hinweise auf eine systematische Reduktion der Bitcoin-Bestände. Das Unternehmen behält die Option, je nach Marktbedingungen zu verkaufen, aber es hält nach wie vor 53.822 Bitcoin und bleibt langfristiger Bitcoin-Halter.
Der Erwerb von Exaion zeigt die Absicht, in Hochleistungsrechnen und digitale Infrastruktur zu expandieren. Es handelt sich jedoch eher um eine Diversifizierung, nicht um eine strategische Abkehr von Bitcoin. Bitcoin bleibt weiterhin Kernbestandteil der Bilanz, und die finanzielle Performance ist stark an den Bitcoin-Preis gekoppelt.