Der Silberpreis könnte die Schlüsselmarke von 66 US-Dollar testen, Bullen müssen sich einem neuen Tief seit 2026 stellen

Gate News Nachrichten, 20. März: Der Silbermarkt zeigt in letzter Zeit deutliche Schwächezeichen. Obwohl Optionsdaten eine weiterhin überwiegend positive Marktstimmung anzeigen, haben sich die Preisstruktur und die Nachfrageseite in eine vorsichtige Richtung gewandt. Analysen deuten darauf hin, dass, falls die entscheidende Unterstützungslinie durchbrochen wird, der Silberpreis auf 66 US-Dollar fallen und sogar ein Tiefstand im Jahr 2026 erreichen könnte.

Aus technischer Sicht hat der Spotpreis für Silber (XAGUSD) die aufwärts gerichtete Schulter-Kopf-Schulter-Formation unterhalb der Nackenlinie durchbrochen, was meist als Trendwende-Signal gilt. Das Ziel dieser Abwärtsbewegung liegt bei etwa 66 US-Dollar, was einen möglichen Rückgang von rund 20 % bedeutet. Der aktuelle Kurs bleibt unter Druck, was auf eine schwächere kurzfristige Marktdynamik hindeutet.

Auch der Terminmarkt sendet negative Signale. Die COMEX-Silber-Futures zeigen eine anhaltende Futures-Preisdifferenz, bei der die Langfristpreise höher sind als die kurzfristigen, was darauf hindeutet, dass Händler nicht eilig haben, Long-Positionen aufzubauen. Dieser Zustand der „Fehlenden Dringlichkeit“ bedeutet, dass die Nachfrage nicht ausreicht, um den Verkaufsdruck aufzufangen, was die Erholungsbasis weiter schwächt.

Veränderungen auf der Nachfrageseite sind ebenfalls entscheidend. Zum einen steigt das Gold-Silber-Verhältnis auf über 65, was auf Kapitalflüsse in sichere Anlagen wie Gold hindeutet und die Währungsfunktion von Silber schwächt; zum anderen kühlt die industrielle Nachfrage ab. Modelle, die die solarbezogene Nachfrage abbilden, zeigen, dass die Nachfrage nach Silber deutlich nachlässt, der Z-Wert sich von positiv auf negativ dreht, was auf eine Abschwächung des industriellen Treibers hinweist.

Dennoch hat sich der Derivatemarkt noch nicht vollständig in eine bärische Richtung bewegt. Optionsdaten, insbesondere für SLV, zeigen weiterhin eine Überlegenheit der Call-Optionen, was darauf hindeutet, dass einige Händler auf eine Erholung setzen. Diese Diskrepanz zwischen Positionierung und Fundamentaldaten könnte bei weiter fallenden Kursen zu einer konzentrierten Schließung der Long-Positionen führen und die Abwärtsbewegung verstärken.

In Bezug auf wichtige Kursbereiche: Wenn Silber nicht wieder über 75 US-Dollar steigt, könnte der Markt weiter die Unterstützung bei 71 US-Dollar testen. Bei einem Durchbruch nach unten wäre 66 US-Dollar das nächste Ziel, im Extremfall könnten sogar 63 US-Dollar oder noch niedrigere Niveaus erreicht werden. Kurzfristig hängt die Entwicklung von Silber von der Erholung der Nachfrage und den Veränderungen im makroökonomischen Kapitalfluss ab.

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