Der Ökonom Nouriel Roubini argumentiert, dass der nationale Stolz Chinas es unwahrscheinlich macht, dem Druck der US-Zölle nachzugeben.
Nouriel Roubini, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der New York University, warnte die US-Regierung davor, dass China nach einer Erhöhung der Zölle um 10% durch die Trump-Regierung wahrscheinlich nicht nachgeben wird. In einem Beitrag auf X sagte Roubini, dass Chinas Stolz, den er als „zu viel“ beschrieb, das Land zu einem ungeeigneten Kandidaten für Trumps Verhandlungstaktiken mit hohem Einsatz macht.
Roubinis Äußerungen kamen kurz nachdem die Trump-Regierung angekündigt hatte, ihr umstrittenes Tarifregime gegen Kanada und Mexiko auszusetzen. Trump sagte, er habe diesen Schritt unternommen, nachdem sich die beiden Länder darauf geeinigt hätten, mehr zu tun, um den Drogenfluss in die Vereinigten Staaten zu blockieren. Trotz ähnlicher Vorwürfe gegen China verhängte die Trump-Regierung eine 10%ige Tariferhöhung gegen das Land.
Kurz darauf erklärte Trump, dass er es nicht eilig habe, mit seinem chinesischen Amtskollegen zu verhandeln. Roubini glaubt jedoch, dass die Trump-Regierung Chinas Entschlossenheit unterschätzt, was zu größeren Herausforderungen für beide Länder führen könnte.
“Xi/China has too much pride and has mastered Tzu’s Art of War that is more strategic and long-term oriented than Trump’s narrow-minded Art of the Deal. So things will get rougher in the US China relationship in the years ahead. A disorderly decoupling and escalation is still more likely than an orderly Grand Bargain that just de-risks the mutual relationship in key critical tech-related sectors and allows for a managed strategic competition,” the NYU professor explained.
Der Professor schlug vor, dass Xis “strategische Geduld” und ruhiges Wesen dem chinesischen Führer helfen werden, einen “wütenden, impulsiven und unberechenbaren” Trump auszumanövrieren.
Nachdem Trumps Anordnung zur Einführung eines zusätzlichen 10%igen Zolls auf chinesische Waren in Kraft getreten war, kündigte Peking Gegenmaßnahmen an, die Kohle, verflüssigtes Erdgas und landwirtschaftliche Maschinen zum Ziel hatten. China hat auch einen Streitfall bei der Welthandelsorganisation (WTO) über Trumps Zölle eingeleitet, während eine kartellrechtliche Untersuchung gegen Google als Warnschuss angesehen wird.
Einige Wirtschaftsexperten in den USA glauben, dass die jüngsten Auseinandersetzungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt zu einer geringeren wirtschaftlichen Aktivität führen könnten. Befürworter hingegen argumentieren, dass Trumps Ansatz langfristig den USA zugutekommen wird.