
Blockchain-Datenplattform Allium kündigt eine Partnerschaft mit dem dezentralen Datenschicht Walrus an, um über 65TB indexierte historische Daten von Bitcoin, Ethereum, Sui, Arbitrum, Tron und XRP in die Walrus-Plattform zu integrieren. Dadurch können Institutionen, Entwickler und KI-Agenten auf eine verifizierbare und stets verfügbare Weise zugreifen.
Diese Partnerschaft basiert auf mehreren Kerntechnologien von Walrus. Walrus wurde von Mysten Labs entwickelt, dem Team hinter der Sui Layer-1-Blockchain, und positioniert sich als „verifizierte Datenplattform für KI und On-Chain-Finanzentwickler“ — innerhalb weniger Monate hat das Protokoll über 450TB unkodierter Daten gespeichert.
Allium integriert auf Walrus folgende Schlüsselmerkmale:
Ausfallsicherheit bei Knoten: Daten bleiben auch bei Offline-Knoten verfügbar, um das Risiko eines Single Point of Failure im zentralisierten Speicher zu vermeiden.
On-Chain-Datenverifikation: Jeder Datenpunkt kann durch On-Chain-Mechanismen auf Echtheit geprüft werden, was eine unveränderliche Datenbasis für Finanzentscheidungen schafft.
Seal-Verschlüsselung und programmierbare Zugriffskontrolle: Über Walrus’ dezentrale Schlüsselverwaltung Seal können Daten beim Kauf verschlüsselt und freigegeben werden, ohne dass eine Zwischeninstanz die Zugriffsrechte kontrolliert. Walrus definiert dieses System als „Verwandlung von Blockchain-Daten in programmierbare Vermögenswerte“, geeignet für quantifizierte Fonds, KI-Agenten und andere Anwendungen.
Allium-Mitbegründer und CEO Ethan Chan erklärt, dass die Entscheidung, bestimmte Datensätze über Walrus zu veröffentlichen, eine „aktive Erkundung ist, dezentrale Infrastruktur als zusätzliche Verteilungsstufe für institutionelle Blockchain-Daten zu nutzen“.
Rebecca Simmonds, Geschäftsführerin der Walrus Foundation, betont die zentrale Bedeutung verifizierter Daten für Entscheidungen: „Daten, die hochriskante Finanzentscheidungen stützen, benötigen eine verifizierbare Grundlage. Allium hat bereits für Fintech-Giganten gearbeitet, jetzt liefert es Daten über die Walrus-Plattform — diese sind verifizierbar, immer verfügbar und mit programmierbarer Zugriffskontrolle ausgestattet.“
Für das aufkommende Anwendungsfeld der KI-Agenten sieht Walrus in dieser Partnerschaft einen bedeutenden Durchbruch. Derzeit sind KI-Agenten bei der Nutzung externer Daten oft auf traditionelle APIs oder zentrale Datenanbieter angewiesen, was die unabhängige Verifikation der Daten erschwert. Durch die Zusammenarbeit mit Allium können KI-Agenten strukturierte historische Blockchain-Daten eigenständig entdecken, kaufen und nutzen — ohne Vertrauen in Zwischenstellen. Die Zugriffskontrollmechanismen von Seal stellen sicher, dass die Daten im Rahmen der Compliance automatisch abgerufen werden.
Beide Plattformen betonen, dass dies der Anfang einer langfristigen Zusammenarbeit ist. Die institutionellen Multi-Chain-Daten auf Walrus werden in den kommenden Wochen und Monaten kontinuierlich erweitert.
Allium, Dune Analytics und The Graph bieten alle Blockchain-Datenzugang, unterscheiden sich jedoch in ihrer Ausrichtung. Allium fokussiert sich darauf, konforme, strukturierte historische Blockchain-Daten für traditionelle Finanzinstitute wie Visa und Stripe bereitzustellen. Mit der Integration von Walrus kommt eine Dimension der On-Chain-Verifizierbarkeit hinzu, die es ermöglicht, die Echtheit der Daten durch dezentrale Mechanismen unabhängig zu bestätigen, anstatt nur auf das Vertrauen in Alliums eigene Reputation zu setzen.
KI-Agenten benötigen große Mengen hochwertiger historischer Daten für Training und Inferenz, z.B. bei Analyse von Smart-Contract-Interaktionen, Cross-Chain-Liquiditätsforschung oder Betrugserkennung. Das Hauptproblem ist, dass viele institutionelle Datenquellen keine Verifizierbarkeit bieten, sodass KI-Agenten die Echtheit der Daten nicht unabhängig bestätigen können. Alliums Deployment auf Walrus bietet eine „vertrauenswürdige Quelle, programmierbaren Zugriff und verifizierbare Daten“ als fundamentale Infrastruktur.
Walrus legt den Fokus nicht nur auf Datenspeicherung, sondern auch auf Verifizierbarkeit und programmierbare Zugriffskontrolle. Während Filecoin und Arweave vor allem die langfristige Speicherung von Daten gewährleisten, integriert Walrus mit Seal zusätzliche Funktionen: Verschlüsselung, regelbasiertes Freigeben und Nachverfolgung des Zugriffs auf der Blockchain. Das macht Walrus besonders geeignet für hochregulierte, finanzielle Anwendungen, bei denen präzise Zugriffskontrolle erforderlich ist.
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