
Anthropic hat am 24. Juni ein neues Slack-Integrations-Tool namens Claude Tag vorgestellt, das KI als „Teamkollege“ in Channels einbindet: Nutzer können in einem Channel @Claude taggen und Aufgaben in natürlicher Sprache delegieren, woraufhin Claude die Aufgaben eigenständig ausführt. Kollegen können den Fortschritt einsehen und übernehmen können, was noch offen ist. Nutzer können Aufgaben noch vor Feierabend delegieren und am nächsten Tag die Ergebnisse überprüfen, ohne die ganze Zeit vor dem Bildschirm zu bleiben.
Gemeinsamer Speicher: Alle Mitglieder in einem Channel teilen sich denselben @Claude. Claude sammelt Kontext, merkt sich Diskussionen im Channel, bereits getroffene Entscheidungen und noch offene Fragen. Neue Mitglieder müssen keine historischen Aufzeichnungen nachlesen, sondern können direkt @Claude fragen.
Umgebungsmodus: Claude Tag kann proaktiv agieren, relevante Informationen aus anderen Channels automatisch markieren, Diskussionsthreads verfolgen, die keine Fortsetzung haben, und bei Bedarf aktiv Aufmerksamkeit erzeugen, ohne dass Nutzer aufrufen müssen. Es überwacht fortlaufend.
Channel-Identität: Derselbe Claude ist in verschiedenen Channels (z. B. Sales-Channel und Engineering-Channel) „ein anderer Claude“: Der Speicher ist nicht gemeinsam nutzbar, der Zugriff auf Tools ist nicht geteilt, und die Gesprächskontexte sind vollständig isoliert. Das @Claude im Sales-Channel weiß nicht, an welchem Bug das Engineering-Team arbeitet, und das Engineering-Channel sieht auch keine Details der Vertragsverhandlungen mit Kunden.
Claude Tag verwendet das Modell Opus 4.8, die derzeit leistungsstärkste Version von Anthropic. Anthropic nennt diese Fähigkeit „asynchrone Arbeit“: Nutzer können Aufgaben vor Feierabend delegieren, Claude plant die Arbeitsschritte selbst und führt sie eigenständig über Zeitfenster und über Daten hinweg aus, ohne dass Nutzer die ganze Zeit online sein müssen. Dieses Modell verändert die KI von einer „synchronen, verbesserten Suchmaschinen-ähnlichen Lösung“ hin zu einem „autonomen Ausführungssystem, das weiterläuft, wenn der Nutzer nicht da ist“.
Bei der Berechtigungsverwaltung können Administratoren den Zugriff auf Tools und die Grenzen des Datenlesens für jeden Channel fein steuern und außerdem eine Obergrenze für die Token-Nutzung festlegen, damit das IT-Team beim Rollout genügend Kontrollspielraum hat und nicht alles komplett an- oder ausgestellt wird.
Die Beta-Version steht aktuell nur Claude Enterprise- und Team-Kunden zur Nutzung offen; qualifizierte Organisationen erhalten Startguthaben. Die bestehenden „Claude in Slack“-Anwendungen werden ersetzt, und bestehende Nutzer haben ein 30-tägiges Migrationsfenster.
Anthropic erläutert in dem Artikel, dass Claude Code individuelle Aufgaben adressiert (eine tiefgehende Eins-zu-Eins-Integration für Ingenieure in ihrem Terminal), während Claude Tag eine organisatorische Ebene abdeckt (ein ganzes Team teilt sich denselben Slack-Channel einen KI-Teamkollegen). Das sei die Strategie-Erweiterung von Anthropic: nachdem man bei Ingenieuren Fuß gefasst hat, geht es nun auf die Organisationsebene.
Laut Berichten wird die bestehende Claude-in-Slack-App durch Claude Tag ersetzt, und bestehende Nutzer haben ein 30-tägiges Migrationsfenster. Der zentrale Unterschied von Claude Tag liegt in „gemeinsamem Speicher für das ganze Team“, „isolierten Channel-Identitäten“ und „autonomer asynchroner Ausführung über Termine hinweg“ – Funktionen, die über das bisherige, vor allem auf persönliche Unterhaltungen ausgerichtete Modell hinausgehen.
Laut der Beschreibung im Artikel ist der Speicher eines einzelnen Claude in verschiedenen Channels (z. B. Sales-Channel und Engineering-Channel) vollständig nicht gemeinsam nutzbar, der Zugriff auf Tools wird nicht geteilt und die Gesprächskontexte sind vollständig isoliert. Administratoren können außerdem den Zugriff auf Tools sowie die Grenzen des Datenlesens für jeden Channel fein steuern und so dem IT-Team ausreichende Kontrollmöglichkeiten geben.
Laut den Angaben von Anthropic ist die Beta-Version derzeit nur für Claude Enterprise- und Team-Kunden verfügbar; qualifizierte Organisationen erhalten Startguthaben. Den konkreten Antrag auf Öffnung müssen Sie bei den offiziellen Ankündigungen von Anthropic nachschlagen.
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