Gate News-Meldung, 23. April — Bain Capital strebt an, mindestens 40% von Bridge Data Centres zu verkaufen, einem in Singapur ansässigen Anbieter von Dateninfrastruktur, in einem Geschäft, das das Unternehmen mit ungefähr US$5 Milliarden bewerten könnte. Bain bleibt offen dafür, einen größeren oder kontrollierenden Anteil zu verkaufen, wenn es ein starkes Angebot erhält.
Citigroup und JPMorgan führen den Verkaufsprozess durch, wobei die indikative Gebote bis Mitte bis Ende Mai fällig sind. Die potenzielle Transaktion spiegelt eine starke Investorennachfrage nach asiatischen Rechenzentren wider, vor dem Hintergrund des wachsenden Interesses an KI- und Cloud-Computing-Infrastruktur.
Der Verkauf folgt auf Bains strategische Neuausrichtung seines asiatischen Rechenzentrumsportfolios. Im Januar 2026 verkaufte Bain Chindata an ein Konsortium, das von Shenzhen Dongyangguang Industry Co angeführt wird, in einem Geschäft mit einem Wert von US$4 Milliarden, wodurch Bridge Data Centres als eigenständige Plattform verblieb, die Südostasien und Südasien bedient. Jüngste vergleichbare Transaktionen umfassen den Kauf einer Beteiligung an ST Telemedia Global Data Centres durch KKR und Singtel für S$6,6 Milliarden (US$5,18 Milliarden).
Die Bewertung von Bridge Data Centres spiegelt die steigende Nachfrage nach KI-fähiger Infrastruktur wider. Die Ressourcen- und Stromreservierungs-Pipeline des Unternehmens übersteigt 2 Gigawatt (GW). Die weltweiten Ausgaben für KI-Infrastruktur werden bis 2029 voraussichtlich 422,6 Milliarden US-Dollar erreichen, wobei sehr große Rechenzentrumsstandorte voraussichtlich bis 2027 mehr als 50% der globalen Kapazität ausmachen werden, gegenüber 20% im Jahr 2017. Im asiatisch-pazifischen Raum stiegen Rechenzentrums-M&A-Transaktionen von 11% der weltweiten Aktivität im Jahr 2025 auf 45% bislang in diesem Jahr.