Bitcoin-Short-Positionen, die sich zwischen 63.000 und 66.000 US-Dollar aufgebaut haben, stehen vor einem möglichen Liquidation-„Squeeze“ von 2,6 Milliarden US-Dollar nach dem scharfen Rückgang am Freitag auf 61.100 US-Dollar. Der Abverkauf löschte etwa 335 Millionen US-Dollar an gehebelten Long-Positionen aus, während Bitcoin um 21% gegenüber den jüngsten Niveaus gefallen ist. Sollte der Preis auf Richtung 66.000 US-Dollar zurückspringen, könnte das erzwungene Short-Covering 2,6 Milliarden US-Dollar an Liquidationen übersteigen – mehr als das Doppelte des Abwärtsrisikos für Long-Positionen.
Das Funding bei Perpetual-Futures ist bei ungefähr minus 2% annualisiert ins Negative gedreht, was darauf hindeutet, dass bärische Trader nun die stärker überfüllte Position einnehmen, nachdem Long-Hebel weitgehend abgebaut wurde. Gleichzeitig verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs eine 13-tägige Serie an Nettoabflüssen, wodurch rund 5,1 Milliarden US-Dollar abgezogen wurden, bevor am Donnerstag ein Zufluss von 3 Millionen US-Dollar nur begrenzte Entlastung bot. Auch die Schwäche der allgemeinen Risikobereitschaft aus Technologiewerten – darunter der 12,6%-Rückgang von Broadcom nach KI-Prognosekürzungen – hat dazu beigetragen, dass weniger spekulatives Kapital in Kryptomärkte fließt. Das aktuelle Setup lässt Bären verwundbar zurück, falls die Spot-Nachfrage stabilisiert, bevor sie ihren Hebel reduzieren.