Der Bitcoin-Miner Bitfarms (BITF) setzte seinen Ausstieg aus dem Bitcoin-Geschäft fort und bestätigte, dass es bereits damit begonnen hat, Teile seiner Bestände zu verkaufen. Es plant, damit fortzufahren, während es sich auf KI-Infrastruktur umstellt.
Das Unternehmen erzielte im Jahr 2025 realisierte Gewinne in Höhe von 28,2 Millionen US-Dollar aus Bitcoin-Verkäufen, was auf aktive Veräußerungen im Jahresverlauf hindeutet. Obwohl das Unternehmen die genaue Anzahl der verkauften Coins nicht offengelegt hat, machte das Management klar, dass weitere Verkäufe geplant sind. Laut BitcoinTreasuries.net hält Bitfarms derzeit 1.827 BTC.
„Mit der Zeit werden wir kein Bitcoin mehr haben“, sagte CEO Ben Gagnon am Dienstag in der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des vierten Quartals des Unternehmens. Er fügte hinzu, dass Bitfarms Bitcoin „opportunistisch bei Stärke“ verkaufen werde und die Mining-Operationen weiterführt, um „den Free Cash Flow zu maximieren, bevor man die Miner verkauft“. Der Ansatz deutet eher auf einen schrittweisen Rückzug hin als auf eine sofortige Liquidation.
Die Veränderung spiegelt einen breiteren Trend in der Bitcoin-Mining-Branche wider, bei dem Unternehmen ihre Energieinfrastruktur für leistungsstarkes Computing und KI-Workloads neu ausrichten. Bitfarms baut eine 2,2-Gigawatt-Entwicklungs-Pipeline in ganz Nordamerika aus und zielt laut seinen Ergebnissen für das Gesamtjahr 2025 darauf ab, ab 2027 KI-getriebene Umsätze zu erzielen.
Das Unternehmen durchläuft zudem einen strukturellen Wandel: Aktionäre genehmigten eine US-Umverbriefung (Re-Domiciliation) sowie einen Rebrand zu Keel Infrastructure (KEEL). Der Abschluss wird voraussichtlich rund um den 1. April 2026 erfolgen; die Aktien sollen unter dem Ticker KEEL gehandelt werden.
Die Aktien von BITF sind am Dienstag um 4,6% höher, im Zuge einer allgemeinen Rallye bei den KI-Infrastruktur-Aktien.