
Bitmine Immersion Technologies Vorsitzender Tom Lee kündigte am Montag an, dass das Unternehmen in der vergangenen Woche erneut 65.341 ETH (Wert ca. 139 Millionen US-Dollar) gekauft hat, wodurch die Gesamtbestände an Ethereum auf über 4,6 Millionen ETH gestiegen sind. Lee erklärte, dass dieser Zukauf das Ende des sogenannten „Mini-Krypto-Winter“ für Ethereum markiere.
Tom Lee liefert konkrete Marktbelege für die These, dass der Winter sich auflöst. Er weist darauf hin, dass Ethereum seit Ausbruch des Iran-Kriegs nicht nur im Kryptomarkt hervorragend performt hat, sondern auch im Vergleich zu traditionellen Anlagen beeindruckend ist:
· ETH ist seit Beginn des Iran-Kriegs um etwa 18 % gestiegen, was 2.450 Basispunkten (etwa 24,5 Prozentpunkte) über dem Aktienmarkt liegt
· Gold ist im gleichen Zeitraum um mehr als 15 % gefallen, die relative Performance von ETH gegenüber Gold beträgt etwa 33 Prozentpunkte
· Die Fortschritte des „CLARITY-Gesetzes“ im Kongress bieten positive Impulse für die Regulierung von Krypto-Assets
· Die relative Stabilität des Kryptomarktes in geopolitischen Turbulenzen durchbricht das traditionelle Narrativ, dass in Kriegszeiten Gold gehalten werden muss
Lee erklärt: „Kryptowährungen beweisen sich als eine gute ‚Kriegszeit‘-Wertspeicher, was einen deutlichen Kontrast zu traditionellen Wertspeichern wie Gold darstellt.“
Seit der Ankündigung vor acht Monaten, die Reserve-Strategie auf Kryptowährungen umzustellen, hat Bitmine etwa 3,86 % der insgesamt zirkulierenden ETH (ca. 120,6 Millionen) akkumuliert. Um das gesetzte Ziel von 5 % zu erreichen, müssen noch rund 1,4 Millionen ETH gekauft werden, was bei aktuellem Preis etwa 2,9 Milliarden US-Dollar zusätzlicher Investition erfordert.
Es ist zu beachten, dass die Gesamtversorgung von Ethereum kein festes Limit hat. Die Umlaufmenge ändert sich dynamisch, abhängig davon, ob die Verbrennung die Neuemissionen übersteigt. Das bedeutet, dass auch das Ziel von Bitmine schwankt. Derzeit hat Bitmine über 3 Millionen ETH gestaked und beteiligt sich aktiv an den Erträgen des Ethereum-Netzwerks.
Neben ETH umfasst die Bilanz von Bitmine auch: 1,1 Milliarden US-Dollar in bar, 196 Bitcoin, Anteile im Wert von 200 Millionen US-Dollar an der Medienfirma Beast Industries, die Jimmy (MrBeast) Donaldson gehört, sowie Anteile im Wert von 95 Millionen US-Dollar an der E-Commerce-Inventory-Management-Plattform Eightco Holdings.
Laut StrategicEthReserve, das 67 große ETH-haltende Institutionen verfolgt, liegt Bitmine mit 4,6 Millionen ETH deutlich an der Spitze. Es folgen SharpLink Gaming mit 863.000 ETH und Ether Machine mit 496.000 ETH.
Mit dieser Größe an ETH-Beständen rangiert Bitmine auf Platz zwei unter den Krypto-Unternehmensreserven, nur hinter Strategy, das im Besitz von Michael Saylor ist. Da immer mehr Unternehmen in den Bereich der Krypto-Reserven eintreten, warnen Banken wie Standard Chartered, dass nicht alle Unternehmen diese Strategie langfristig aufrechterhalten können. Die Nachhaltigkeit dieses institutionellen Krypto-Asset-Engagements bleibt daher ein zentrales Thema am Markt.
Bitmine strebt an, 5 % der zirkulierenden Ethereum (ca. 120,6 Millionen) zu halten, also etwa 603.000 ETH. Derzeit besitzt das Unternehmen über 460.000 ETH, was etwa 77 % des Ziels entspricht. Es fehlen noch rund 140.000 ETH, die bei aktuellem Marktpreis etwa 2,9 Milliarden US-Dollar kosten würden.
Er meint, dass der übermäßige Verkaufsdruck während des aktuellen Abwärtstrends bei Ethereum nachlässt. Als Beleg nennt er, dass ETH seit Ausbruch des Iran-Kriegs um ca. 18 % gestiegen ist, während Gold nur um 15 % gefallen ist. Zudem schafft die Fortschreibung des „CLARITY-Gesetzes“ langfristige regulatorische Sicherheit für Ethereum.
Traditionell gilt Gold als bevorzugter Zufluchtsort bei geopolitischen Krisen. Doch im Iran-Konflikt hat Ethereum um über 33 Prozentpunkte besser abgeschnitten. Dies könnte auf eine Neupositionierung institutioneller Investoren im Kryptobereich sowie auf das Verhalten institutioneller Anleger im ETF-Markt zurückzuführen sein. Ob dieser Trend anhält, bleibt jedoch abzuwarten.