Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat eine umfassende Reformgesetzgebung verabschiedet, die auf die Zerschlagung organisierter Kriminalität abzielt, wobei Kryptowährungen im Mittelpunkt der Strategie stehen.
Gemäß Gesetz Nr. 15.358, das am 25. März in Kraft trat, können von kriminellen Organisationen beschlagnahmte Krypto-Assets in das öffentliche Sicherheitssystem Brasiliens eingebunden werden.
Dazu gehören Mittel für Polizeiausrüstung, Geheimdienstoperationen und Ausbildung von Beamten. Das Gesetz erlaubt ausdrücklich die vorläufige Nutzung dieser Vermögenswerte, bevor eine endgültige Verurteilung erfolgt, sofern ein Richter zustimmt.
Anstatt beschlagnahmte Kryptowährungen als potenzielle Wertreserve für den Staat zu behandeln, wie es von einigen Krypto-Befürwortern vorgeschlagen wurde, nutzt die Regierung sie als Werkzeug im Kampf gegen Gruppen wie den PCC und Comando Vermelho.
Die Entscheidung steht im Einklang mit Brasiliens breiteren Bemühungen, die Handhabung digitaler Eigentumsrechte und organisierter Kriminalität im Justizsystem zu modernisieren.
Das Gesetz erweitert auch erheblich die gerichtliche Befugnis, Krypto-Assets während Ermittlungen einzufrieren, zu blockieren oder zu beschlagnahmen, einschließlich der Sperrung des Zugangs zu Börsen, digitalen Geldbörsen und Online-Plattformen. Nach einer Verurteilung verlieren die Betroffenen dauerhaft den Zugang zu formellen Finanz- und Kryptosystemen.
Das Gesetz definiert die Nutzung verschlüsselter Messaging-Apps oder Datenschutz-Tools zur Verschleierung krimineller Aktivitäten als erschwerenden Faktor, was die möglichen Strafen erhöht.
Es ermöglicht außerdem die internationale Zusammenarbeit bei der Vermögenswiederherstellung und dem Austausch von Geheimdienstinformationen sowie die Schaffung einer nationalen Kriminaldatenbank, die die Finanzstrukturen bekannter krimineller Gruppen integriert.