Die Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) hat am 17. Juni eine nahezu fünfjährige Sperre für Erhöhungen von Gebühren für digitale Überweisungen per Memorandum M-2026-025 und Circular 1238 aufgehoben. Damit ist der Weg frei für Zahlungsdienstleister, Gebühren für InstaPay- und PESONet-Transaktionen nach einem neuen Preisrahmen anzupassen. Das Verbot wurde erstmals 2021 während der Pandemie eingeführt, um den Wechsel zu bargeldlosen Transaktionen zu unterstützen und zu verhindern, dass Banken Überweisungskosten anheben. Die BSP erklärte, die Aufhebung beruhe auf der Umsetzung von Nullgebühren für Zahlungen kleiner Händler und ziele darauf ab, Gebühren für elektronische Überweisungen von Person zu Person zu senken, statt den Weg für höhere Gebühren im Verbraucherbereich zu ebnen.
Nach den neuen Regeln müssen Banken und Zahlungsdienstleister eine Richtlinie zur Festlegung von Gebühren für elektronische Zahlungen übernehmen, die auf dem von der BSP genannten „reasonable and fair market-based pricing mechanism“ beruht. Die BSP erklärte, Gebühren dürften nicht aus nicht wettbewerbsfähigen Vereinbarungen entstehen und die Preisgestaltung solle die tatsächlichen Kosten für die Durchführung elektronischer Überweisungen widerspiegeln. Der Rahmen verpflichtet dazu, dass kleine Händler digitale Zahlungen erhalten, ohne dass ihnen Gebühren berechnet werden. Derzeit verlangen Einrichtungen je nach Bericht der BSP für digitale Überweisungen alles zwischen P5 und nach oben hin mehr als P50.
Finanzminister Frederick Go setzt sich dafür ein, digitale Überweisungsgebühren auf so niedrig wie P2 bis P5 pro Transaktion zu senken. „Digitale Zahlungen sollten schnell, sicher, bequem und erschwinglich sein. Wir haben mit ihnen (der BSP) darüber gesprochen. Wir wollen das Spielfeld ebnen“, sagte Go laut Inquirer.net. Go räumte ein, dass das Ziel nicht unbedingt darin bestehe, sämtliche Gebühren abzuschaffen, und erklärte: „Man braucht nur einen der großen Akteure, der senkt. Dann müssen die Leute konkurrieren. Dann senken wir die Convenience Fees. Das übt Druck auf Agenturen aus, die weiterhin hohe Convenience Fees einsammeln.“
Banken haben argumentiert, dass Kunden-Überweisungsgebühren mehrere Kostenebenen abdecken, darunter die Wechsel- oder Netzwerkgebühr, die für die Abwicklung von Transaktionen gezahlt wird, Kosten für Clearing und Settlement, Cybersicherheit, Authentifizierungstools, Betrugserkennung, Kundenservice, Compliance sowie digitale Infrastruktur. Im Jahr 2024 sagte der Präsident und CEO der Bank of the Philippine Islands (BPI), Jose Teodoro „TG“ Limcaoco, dass eine Studie von BPI ergeben habe, dass jede grenzüberschreitende Interbank-Überweisung dem Kreditinstitut etwa P22 koste, während BDO zu einer ähnlichen Zahl gekommen sei. Limcaoco schlug eine bedingte Senkung des Bank-Reserve-Anforderungsquotienten (RRR) im Austausch gegen Nullgebühren für Interbank-Überweisungen vor.
Die Regierung nutzte die Land Bank of the Philippines, um als Benchmark für niedrigere Gebühren zu dienen. Im Mai 2026 senkte Landbank ihre InstaPay-Transfergebühr für Privatpersonen von P15 auf P8 und erlaubte Kunden dabei eine kostenlose InstaPay-Überweisung pro Tag für Transaktionen im Wert von P1,000 und darunter. Der ehemalige BSP-Gouverneur Felipe Medalla hatte 2023 erklärt, die BSP sei bereit, mit Banken an einem Kostenaufteilung-Setup zu arbeiten, das kleine Transaktionen von Gebühren ausschließt, und sagte: „Ich verspreche Ihnen, die Zentralbank wird es noch eilig(er) haben, die Reserveanforderungen zu senken, damit Sie sich leisten können, diese Gebühren zu geben.“
Was hat die BSP am 17. Juni in Bezug auf digitale Überweisungsgebühren getan?
Die BSP veröffentlichte am 17. Juni Memorandum M-2026-025 und Circular 1238, hob eine nahezu fünfjährige Sperre für Erhöhungen der digitalen Überweisungsgebühren auf und etablierte einen neuen Preisrahmen für InstaPay- und PESONet-Transaktionen.
Warum hat die BSP die digitalen Überweisungsgebühren ursprünglich im Jahr 2021 eingefroren?
Die BSP führte das Verbot 2021 während der Pandemie ein, um den Wechsel zu bargeldlosen Transaktionen aufrechtzuerhalten und zu verhindern, dass Banken und Zahlungsakteure Überweisungskosten erhöhen, während mehr Filipinos auf Online-Kanäle angewiesen waren.
Welche Gebühren für digitale Überweisungen will Finanzminister Go?
Finanzminister Frederick Go setzt sich dafür ein, digitale Überweisungsgebühren auf so niedrig wie P2 bis P5 pro Transaktion zu senken und erklärte, digitale Zahlungen sollten „schnell, sicher, bequem und erschwinglich“ sein.
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