Gate-News-Nachricht, 20. April — Cerebras Systems, ein KI-Chiphersteller mit Sitz in Kalifornien, hat seine Pläne für ein Nasdaq-IPO wieder aufgenommen, nachdem es eine nationale Sicherheitsprüfung im Zusammenhang mit seiner Beziehung zu G42 bestanden hat, einer in Abu Dhabi ansässigen Technologieguppe, die vom Staatsfonds Mubadala unterstützt wird.
Cerebras hatte sein IPO im vergangenen Jahr auf Eis gelegt, weil Bedenken hinsichtlich des Zugangs aus dem Ausland zu fortschrittlicher Halbleitertechnologie bestanden. G42 hält etwa 1% an dem Chiphersteller, erworben für $40 million im Jahr 2021, und fungiert sowohl als Investor als auch als Kunde. Die Kundenstruktur des Unternehmens hat sich seitdem verändert: G42 entfällt auf 24% der Einnahmen für 2025, gegenüber 85% ein Jahr zuvor, während Mohamed bin Zayed University of Artificial Intelligence (MBZUAI), eine staatlich gestützte KI-Institution, 62% beisteuerte. Zusammen machten die beiden Einrichtungen 86% des Gesamtumsatzes aus.
Cerebras hat wichtige Partnerschaften gesichert, um die Basis seiner Einnahmen zu diversifizieren. Das Unternehmen unterzeichnete eine mehrjährige Vereinbarung mit OpenAI, die $20 Milliarde überschreiten könnte, und schloss im März 2026 ein verbindliches Termsheet mit Amazon Web Services ab, um seine Chips in Cloud-Rechenzentren einzusetzen. Das Unternehmen meldete für 2025 $510 Millionen Umsatz, ein Plus von 76% im Jahresvergleich, und nahm im Februar $1 Milliarde an Finanzmitteln bei einer $23 Milliarde Bewertung auf. Morgan Stanley, Citigroup, Barclays und UBS führen das Angebot an.
Cerebras positioniert sich als Herausforderer von Nvidia, das den Markt für KI-Computing mit einer aktuellen Bewertung von etwa $4 Billionen dominiert. Dazu nutzt es „Wafer-Scale“-Prozessoren — einzelne große Chips statt verknüpfter Cluster — um KI-Modelle zu trainieren und auszuführen.