Chainlink startet Projekt Pangea für Stablecoin-basiertes FX-Settlement

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Chainlink, FairSquareLab, UniKA und Qivalis haben am 23. Juni 2026 den Start von Project Pangea bekannt gegeben, einer gemeinsamen Initiative zur Förderung des grenzüberschreitenden Devisenhandels mittels Stablecoin-basierter Infrastruktur. Das Projekt soll einen Rahmen schaffen, der es Finanzinstituten in Europa und Südkorea ermöglicht, regulierte, durch Fiat-Währungen gedeckte digitale Währungen direkt auszutauschen, darunter auf Euro und koreanischen Won lautende Stablecoins. Grenzüberschreitende Zahlungen sind aufgrund fragmentierter Infrastruktur und mehrstufiger Abwicklungsprozesse häufig mit Verzögerungen und operativer Komplexität verbunden – Herausforderungen, die die blockchainbasierten Abwicklungsmechanismen bewältigen sollen.

Project Pangea schafft Rahmen für direkten Euro-Won-Stablecoin-Austausch

Project Pangea kombiniert die Interoperabilitäts- und Dateninfrastruktur von Chainlink mit der Abwicklungstechnologie von FairSquareLab, um Echtzeit-Devisengeschäfte ohne die Notwendigkeit traditioneller zwischengeschalteter Währungsumrechnungen zu ermöglichen. Die Initiative plant die Nutzung bestehender ISO‑20022-Nachrichtenstandards sowie etablierter Bankinfrastruktur, um atomare Zahlung-gegen-Zahlung-Transaktionen (Payment-versus-Payment, PvP) mit konformen Stablecoins durchzuführen.

Der Rahmen ist darauf ausgelegt, direkte Währungsumtausche zu unterstützen, nahezu sofortige Abwicklung zu ermöglichen und den Zugang zu grenzüberschreitender Liquidität über mehrere Märkte hinweg zu verbessern. Laut einem Twitter-Beitrag von Chainlink vom 23. Juni 2026 bringt das Projekt über 50 Banken zusammen, die Vermögenswerte in Höhe von über 10 Billionen US-Dollar verwalten.

Das Digital Asset-Infrastrukturunternehmen FairSquareLab, die Stablecoin-Kooperative UniKA (Unified Korea Alliance) und das Euro-Stablecoin-Konsortium Qivalis sind die Partner von Chainlink bei dieser Initiative.

Chainlink und FairSquareLab stellen zentrale Technologieinfrastruktur bereit

Der Technologie-Stack von Chainlink bildet einen Kernbestandteil des Projekts. Das Cross-Chain Interoperability Protocol (CCIP) soll den Transfer von Stablecoins zwischen Blockchain-Netzwerken erleichtern und so zur Verringerung der Liquiditätsfragmentierung beitragen. Chainlink Data Streams liefern Echtzeit-Devisenkursdaten zur Unterstützung des Marktbetriebs, während die Chainlink Runtime Environment als Koordinationsschicht fungiert, die traditionelle Banksysteme mit blockchainbasierten Abwicklungsnetzen verbindet.

FairSquareLab steuert einen Onchain-Devisenabwicklungsmechanismus bei, der für den institutionellen Einsatz konzipiert ist. Das System ist so strukturiert, dass es externe FX-Preisdaten direkt referenziert, mit dem Ziel, Slippage zu reduzieren und die Liquiditätsstabilität bei großvolumigen Währungsumtauschen zu gewährleisten. Das Unternehmen stellt außerdem das Pangea Layer‑1‑Netzwerk bereit, eine auf Abwicklungsaktivitäten spezialisierte Blockchain, die unabhängig von einzelnen Finanzinstituten oder Jurisdiktionen betrieben werden soll.

Laut den Projektpartnern ist das Abwicklungsnetzwerk so ausgelegt, dass Preisaktualisierungen vor der Transaktionsausführung verarbeitet werden, sodass die Umtausche die aktuellen Marktbedingungen widerspiegeln.

Abwicklungsarchitektur integriert dreischichtiges Banken- und Blockchain-System

Die Gesamtarchitektur besteht aus drei integrierten Schichten. Die Bankenschicht stützt sich auf die von Finanzinstituten bereits genutzten Swift- und ISO‑20022-Nachrichtenstandards. Die Konnektivitätsschicht wird von Chainlinks Interoperabilitäts- und Datendiensten betrieben, während die Abwicklungsschicht Smart Contracts nutzt, die über Netzwerke wie Ethereum, Polygon und die Pangea Layer‑1‑Blockchain bereitgestellt werden.

Nach dem vorgeschlagenen Modell würden Banken weiterhin über bestehende Zahlungsnachrichtensysteme arbeiten, wobei Abwicklungsanweisungen durch Chainlinks Interoperabilitätsrahmen in blockchainbasierte Transaktionen übersetzt werden. Die Infrastruktur ist darauf ausgelegt, eine direkte und atomare Abwicklung zwischen den teilnehmenden Instituten zu ermöglichen.

Die Initiative soll eine skalierbare Grundlage für die Mehrwährungs-Abwicklung digitaler Vermögenswerte schaffen und gleichzeitig die Kompatibilität mit der etablierten Finanzinfrastruktur wahren.

FAQ

Was haben Chainlink und seine Partner am 23. Juni 2026 gestartet?
Chainlink, FairSquareLab, UniKA und Qivalis haben am 23. Juni 2026 das Project Pangea gestartet, eine gemeinsame Initiative zur Förderung des grenzüberschreitenden Devisenhandels mittels Stablecoin-basierter Infrastruktur zwischen Europa und Südkorea.

Wie erleichtert Project Pangea den grenzüberschreitenden Devisenhandel?
Project Pangea nutzt ISO‑20022-Nachrichtenstandards und atomare Zahlung-gegen-Zahlung-Transaktionen (PvP) mit auf Euro und koreanischen Won lautenden Stablecoins. Der Rahmen kombiniert Chainlinks Cross-Chain Interoperability Protocol, Data Streams und Runtime Environment mit FairSquareLabs Onchain-Abwicklungsmechanismus und dem Pangea Layer‑1‑Netzwerk, um direkte Währungsumtausche ohne traditionelle zwischengeschaltete Umrechnungen zu ermöglichen.

Welche Technologiekomponenten umfasst die Architektur von Project Pangea?
Die Architektur besteht aus drei Schichten: einer Bankenschicht mit Swift- und ISO‑20022-Standards, einer Konnektivitätsschicht, die von Chainlinks Interoperabilitäts- und Datendiensten betrieben wird, und einer Abwicklungsschicht mit Smart Contracts, die über Ethereum, Polygon und die Pangea Layer‑1‑Blockchain bereitgestellt werden.

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