Chaos Labs verlässt Aave und behauptet, dass es im DeFi-Risikomanagement rechtliche Lücken gebe

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Chaos Labs終止Aave合作

Die Risikomanagementfirma Chaos Labs kündigte die Beendigung der auf drei Jahre angelegten Kooperationsvereinbarung mit DeFi – dem größten Kreditabkommen – Aave an, für deren Laufzeit die Kooperation lizenziert war. Als Begründung nennen sie, dass es zwischen beiden in der Risikomanagement-Methodik „grundlegende Meinungsverschiedenheiten“ gebe. Chaos Labs warnt außerdem: Den DeFi-Risikomanagern fehlt derzeit jegliche klare aufsichtsrechtliche Sicherheitszone oder ein Verantwortungsrahmen, wenn sie bei vertraglichen Entscheidungen möglicherweise in Sekunden Vereinbarungen treffen, die Hunderten von Millionen Dollar bewegen.

Rückzugserklärung von Chaos Labs: Warum die dreijährige Zusammenarbeit endet

Chaos Labs退出Aave

Chaos Labs ist seit Ende 2022 für die Preisgestaltung sämtlicher Darlehen auf der Aave-Plattform zuständig und verwaltet die Risiko-Parameter aller Märkte und Netzwerke unter Aave V2 und V3. Damit gehört es zu den zentralen Ausführenden für die Risikoentscheidungen bei Aave.

Die Erklärung vom Montag zeigt direkt auf das Kernproblem: „Die Kooperationsform beider Seiten entspricht nicht mehr unserem Verständnis von Risikomanagement.“ Chaos Labs führt keine konkreten Einzelheiten zu den Meinungsverschiedenheiten aus, doch die zeitgleich veröffentlichte rechtliche Warnung deckt tiefere Bedenken auf: In einem DeFi-Ökosystem ohne klare aufsichtsrechtliche Rahmenwerke steigt das Risiko für Risikomanager, im Falle eines Fehlers bei Entscheidungen einer Haftung ohne gesetzlichen Schutz ausgesetzt zu sein. Es gibt weder eine Sicherheitszone, auf die man sich verlassen könnte, noch eine klar definierte Verantwortlichkeitsordnung.

Orakelvorfall: 27M US-Dollar fehlerhafte Abwicklung decken rechtliche Grauzonen auf

Der unmittelbare Auslöser für den Rückzug von Chaos Labs ist ein Vorfall mit einer fehlerhaften Orakel-Konfiguration im März 2025.

Wichtige Kerndaten zum Ereignis

Ursache des Vorfalls: Die Preisquote im von CAPO erstellten Risiko-Proxy-Bericht war zu niedrig; mehrere Konten unterschritten die Schwelle für die Liquidation aufgrund des Health-Factors

Liquidationsvolumen: Rund 26,90 Mio. bis 27,00 Mio. US-Dollar in Ether-gestützten Positionen (ETH Collateral), die fälschlicherweise zwangsliquidiert wurden

Betroffener Umfang: Mindestens 34 hoch gehebelte Positionen waren betroffen

Grundursache: Eingepegeltes Ether-gestütztes ETH (Wrapped Staked ETH) wurde um etwa 2,85 % zu niedrig bewertet; erst nach einer manuellen Korrektur der Parameter wurde die Ursache behoben

Chaos Labs und Aave bestätigten beide, dass es im Nachhinein keine uneinbringlichen Forderungen gab; betroffene Nutzer erhalten eine Entschädigung. Allerdings zeigt dieses Ereignis viel weiterreichende rechtliche Probleme auf als die finanziellen Verluste: Risikomanager treffen innerhalb von Sekunden vertragliche Entscheidungen, die Auswirkungen in Höhe von Hunderten von Millionen Dollar haben, doch unter dem aktuellen aufsichtsrechtlichen Umfeld liegt die Haftungszuordnung bei einem möglichen Fehlgriff vollständig in einer rechtlichen Leerstelle.

Aave-Governance-Krise: Drei zentrale Beitragsleister gehen nacheinander, DAO tritt in eine Vakuumphase ein

Chaos Labs TVL (Quelle: Chaos Labs)

Der Rückzug von Chaos Labs ist kein Einzelfall, sondern die jüngste Etappe einer Welle an aufeinanderfolgenden Abgängen innerhalb des Aave-Ökosystems. Der Gründer der Governance-Institution Aave Chan Initiative (ACI), Marc Zeller, beschreibt seinen Ausstieg als Ergebnis eines langanhaltenden Machtkampfs und warnt zugleich: Eine jüngste Abstimmung habe Aave Labs „das höchste Budget in der Geschichte des DAO“ verliehen, was Sorgen über die Konzentration von Governance-Macht auslöst. Auch das Kern-Technikteam BGD Labs teilt Token-Inhabern mit: „Wir werden nicht länger um eine Vertragsverlängerung nachsuchen und nach Ablauf des Vertrags die Beiträge zu Aave einstellen.“

Besonders beachtenswert ist der Hintergrund der oben genannten Unruhen: Aave hält aktuell noch immer etwa 30 % bis 40 % Marktanteil im DeFi-Kreditmarkt. Der Total Value Locked (TVL) hat kürzlich die Schwelle von 50 Milliarden US-Dollar überschritten, das Wachstum in den letzten Quartalen lag bei über 50 % und damit über der Wachstumsrate des gesamten DeFi-Markts. Bei dieser Größenordnung führt das gleichzeitige Weggehen der drei wichtigsten Beitragsleister dazu, dass das Aave-DAO an einem entscheidenden Knotenpunkt bei der Umsetzung der nächsten V4-Architektur mit einer gravierenden Lücke bei Governance-Fachkräften konfrontiert ist – und impliziert zugleich eine scharfe, noch nicht beantwortete Frage: Wenn ein dezentralisiertes Risikosystem bei einem Ausmaß an Systemrelevanz versagt, wer sollte dann die rechtliche Verantwortung tragen?

Häufige Fragen

Warum ist Chaos Labs für Aave so entscheidend?

Chaos Labs ist seit Ende 2022 für die Preisgestaltung sämtlicher Darlehen auf der Aave-Plattform zuständig und verwaltet die Risiko-Parameter für alle Märkte unter Aave V2 und V3. Sein Rückzug bedeutet, dass Aave in der sensiblen Phase beim V4-Upgrade die zentrale Fähigkeit zum Risikomanagement neu aufbauen muss.

Wie genau kam es bei dem Orakelvorfall zu 27,00 Mio. US-Dollar?

Im März 2025 meldete der von Chaos Labs konfigurierte CAPO-Risiko-Proxy-Bericht eine falsche Preisquote. Dadurch wurde gestütztes Ether (Wrapped Staked ETH) um etwa 2,85 % unterbewertet, was mindestens 34 hoch gehebelte Positionen auslöste, die zwangsliquidiert wurden. Das Liquidationsvolumen betrug etwa 27,00 Mio. US-Dollar. Nachträglich wurde bestätigt, dass es keine uneinbringlichen Forderungen gab; die betroffenen Nutzer erhielten bereits eine Entschädigung.

Wenn Aaves drei zentrale Beitragsleister nacheinander aussteigen, was ist der konkrete Effekt auf die Vereinbarung?

Der aufeinanderfolgende Rückzug von Chaos Labs, ACI und BGD Labs versetzt das Aave-DAO in einer entscheidenden Phase bei der V4-Architektur-Upgrade-Umsetzung in eine Lage mit einer Lücke an Governance-Talenten. Das führt zu Bedenken des Marktes, ob das größte DeFi-Kreditabkommen das Risiko-Management konsistent aufrechterhalten und die Governance-Stabilität gewährleisten kann. Zudem zeigt es die Governance-Spannungen, denen dezentrale Vereinbarungen ausgesetzt sind, sobald sie ein Ausmaß an Systemrelevanz erreichen.

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