Gate News-Nachricht, 16. April — Chinas Wirtschaft wuchs im ersten Quartal 2026 um 5% im Vergleich zum Vorjahr, wie aus Daten des Nationalen Statistikamts hervorgeht, die am 16. April veröffentlicht wurden. Damit wurde die Erwartung von Analysten von 4,8% übertroffen und die Erholung von einem Dreijahrestief von 4,5% im Q4 2025 fortgesetzt. Die Erholung wurde durch starke Exporte und politische Unterstützung angetrieben, doch abkühlende Einzelhandelsumsätze deuten auf anhaltende Herausforderungen für den inländischen Konsum hin.
Die Industrieproduktion stieg im März um 5,7% im Jahresvergleich, verlangsamte sich damit gegenüber 6,3% in den Monaten Januar bis Februar. Die Einzelhandelsumsätze wuchsen im März nur um 1,7% und lagen damit unter 2,8% im vorherigen Zweimonatszeitraum sowie unter der Prognose von 2,3%. Die Exporte stiegen im März um 2,5% im Jahresvergleich, eine deutliche Verlangsamung gegenüber 21,8% in den Monaten Januar bis Februar; für den Zeitraum Januar bis März stiegen die Exporte jedoch um 14,7% im Jahresvergleich, deutlich über dem Wachstum von 5,5% im Gesamtjahr 2025.
Der Krieg im Iran hat Chinas Verwundbarkeit offenbart: Als weltgrößter Energieimporteur und exportabhängige Volkswirtschaft steigt mit steigenden Energie- und Transportkosten die Abkühlung der globalen Nachfrage, während zugleich die Preise ab Werk zunehmen. Chinas Fabrikpreise stiegen im März zum ersten Mal seit über drei Jahren, was darauf hindeutet, dass Kostendruck in die Margen der Unternehmen übergreift. Das Quartalswachstum lag im Zeitraum Januar bis März bei 1,3% gegenüber 1,2% in Oktober bis Dezember.
Der politische Rückhalt steht weiterhin im Fokus: Die Staatsausgaben stiegen in den Monaten Januar bis Februar um 3,6%, nach 1% im Jahr 2025. Peking hat ein Ziel für ein Haushaltsdefizit von 4% für 2026 festgelegt und umfangreiche Anleiheemissionen zugesagt. Die Notenbank hat sich verpflichtet, die Geldpolitik weiterhin unterstützend zu halten, trotz begrenztem Spielraum für Zinssenkungen, während die Inflation weiter anzieht. Entscheidungsträger haben ein „akutes“ Ungleichgewicht zwischen starkem Angebot und schwacher Inlandsnachfrage anerkannt und gelobten, den Anteil des privaten Konsums am BIP in den nächsten fünf Jahren deutlich anzuheben.
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