Citigroup entwickelt eine private Aktien-Blockchain-Plattform; Tokenisierte Verwahrbescheinigungen ersetzen SPV für mehr Transparenz

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Laut einem Bericht der „Wall Street Journal“ vom 12. Juni bringt die Citigroup einen auf Blockchain basierenden Marktplatz für den privaten Handel mit Aktien auf den Weg. Die Plattform soll tokenisierte Verwahr-/Depotbestätigungen (Tokenized Depositary Receipts) verwenden, die von der Citigroup ausgegeben werden und Anteile bzw. Beteiligungsrechte an privaten Unternehmen abbilden. Sie soll wohlhabenden Privatanlegern und institutionellen Investoren Zugang zu Investitionen in private Unternehmen vor einem IPO bieten und ist im Vergleich zu Special Purpose Vehicles (SPV) eine transparentere Alternative.

Plattform bestätigte technische Architektur und offene Ausrichtung

Laut dem Bericht der „Wall Street Journal“ lauten die bestätigten Details zur Plattform der Citigroup wie folgt:

Token-Typ:Tokenisierte Verwahr-/Depotbestätigungen, die von der Citigroup ausgegeben werden und Anteile bzw. Beteiligungsrechte an privaten Unternehmen abbilden

Unterstützende Infrastruktur:wird vom SIX Digital Exchange betrieben (eine Tochtergesellschaft der SIX-Gruppe; die SIX-Gruppe ist der Betreiber der Schweizer Börse)

Offene Reihenfolge:anfangs für ausländische Investoren; US-Investoren sollen später hinzukommen

Verhandlungsstand:Citigroup zufolge hat man bereits mit mehreren großen privaten Unternehmen Gespräche geführt, um die Aktien auf der Plattform zu listen

Bestätigte Unterschiede zwischen tokenisierten Verwahr-/Depotbestätigungen und SPV

Citigroup erklärt, dass der Aufbau von Private-Equity-Investments über tokenisierte Verwahr-/Depotbestätigungen im Vergleich zu Special Purpose Vehicles (SPV) eine transparentere Alternative biete. SPV sind zwar zu einem gängigen Werkzeug für Investoren geworden, um in private Unternehmen zu investieren, ihnen fehle jedoch oft die Transparenz.

Der Artikel verweist außerdem auf weiteren Kontext: Finanztechnologie-Plattformen wie Robinhood hatten zuvor bereits untersucht, tokenisierte Investmentmöglichkeiten in private Unternehmen wie OpenAI anzubieten. Diese Produkte liefern jedoch in der Regel nur indirekte wirtschaftliche Exponierung, nicht die rechtliche Eigentümerschaft an den zugrunde liegenden Aktien. OpenAI hatte Anleger zuvor öffentlich darauf hingewiesen, dass diese tokenisierten Aktien keine Beteiligung am Unternehmen darstellen.

Private-Equity-Performance-Daten: Bestätigter Bericht des US-Investmentausschusses für Dezember 2025

Der US-Investmentausschuss veröffentlichte im Dezember 2025 einen Bericht und berief sich dabei auf PitchBook-Daten, um zu bestätigen, dass Private Equity in den Anlagezeiträumen von 5, 10, 15 und 20 Jahren besser abgeschnitten habe als der S&P 500-Index. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung sagte der Präsident und CEO des US-Investmentausschusses, Will Dunham, dass die starke Langzeitperformance von Private Equity die Begründung dafür unterstreiche, den Zugang zu Retail-Investitionen über Instrumente wie 401(k) zu erweitern.

SpaceX-IPO bestätigte Kennzahlen: Retail-Bestellungen über 70 Milliarden US-Dollar

Laut Bloomberg haben Retail-Investoren bis Donnerstag für den IPO von SpaceX am Freitag Bestellungen im Wert von über 70 Milliarden US-Dollar aufgegeben. Nach der Notierung soll die Zielbewertung von SpaceX bei 1,8 Billionen US-Dollar liegen. Der Bericht stellt fest, dass der Hype um den IPO von SpaceX den Trend unterstreicht, dass Unternehmen ihre Private-Phase immer länger beibehalten und die Nachfrage nach Vor-IPO-Investitionen weiter anzieht.

Häufige Fragen

Worin besteht der Unterschied zwischen den tokenisierten Verwahr-/Depotbestätigungen der Citigroup und dem direkten Halten von Aktien privater Unternehmen?

Laut dem Bericht repräsentieren tokenisierte Verwahr-/Depotbestätigungen die Beteiligungsrechte an privaten Unternehmen. Citigroup positioniert sie als transparentere Alternative zu SPV. Die vollständigen Details der konkreten rechtlichen Eigentumsstruktur seien in den öffentlichen Berichten bislang nicht offengelegt worden.

Wann können ausländische Investoren die Plattform nutzen, und was ist der Zeitplan für US-Investoren?

Laut dem Bericht der „Wall Street Journal“ wird die Plattform zunächst für ausländische Investoren geöffnet; US-Investoren sollen später hinzukommen. Ein konkreter Zeitplan für die Öffnung wurde noch nicht veröffentlicht.

Wirkte die Warnung von OpenAI vor tokenisierten Aktien zuvor auf die rechtliche Zulässigkeit der Plattform der Citigroup?

Laut dem Bericht richtete sich die Warnung von OpenAI gegen Produkte, die Robinhood und ähnliche Plattformen mit einer indirekten wirtschaftlichen Exponierung angeboten haben und die keine Unternehmensbeteiligung darstellen. Citigroup habe sein Produkt klar als tokenisierte Verwahr-/Depotbestätigung für tatsächliche Eigentumsanteile positioniert; die konkrete rechtliche Struktur unterscheide sich von den zuvor von OpenAI kritisierten Produkten.

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