Der CLARITY Act sieht sich einem immer enger werdenden Zeitfenster für eine Verabschiedung ausgesetzt, da der Wahlzyklus für die Zwischenwahlen 2026 den Kongresskalender komprimiert. Dies erhöht das Risiko, dass das für die Kryptoindustrie wichtigste Marktstrukturgesetz in den nächsten Kongress verschoben wird. Das Gesetz soll einen bundesstaatlichen Rahmen für digitale Vermögensmärkte schaffen und klären, wann Token unter die Aufsicht der Securities and Exchange Commission oder der Commodity Futures Trading Commission fallen. Das Gesetz hat bereits wichtige Hürden genommen: Das Repräsentantenhaus verabschiedete seine Version im Juli 2025 mit überparteilicher Unterstützung, während der Landwirtschaftsausschuss des Senats und der Bankenausschuss des Senats verwandte Marktstrukturvorschläge voranbrachten, wobei der Bankenausschuss am 14. Mai abstimmte. Die Herausforderung ist jetzt der Zeitplan, da der Senat noch die Ausschussarbeit zu einem einheitlichen Paket zusammenführen, Zeit im Plenum sichern, die überparteiliche Unterstützung bewahren, das Gesetz verabschieden und etwaige Unterschiede zum Repräsentantenhaus ausräumen muss – jeder Schritt wird schwieriger, je näher die Gesetzgeber der Zwischenwahlkampfsaison kommen. Für die Kryptoindustrie würde eine Verabschiedung das erste umfassende US-Gesetz darstellen, das definiert, wie digitale Vermögensmärkte außerhalb des bestehenden durchsetzungsorientierten Regulierungsmodells funktionieren sollen.
Nach der Sommerpause wird der Senatskalender voraussichtlich voll sein mit Haushaltsbewilligungen, Verteidigungsgesetzen, Nominierungen und politisch sensiblen Prioritäten vor der Wahl. Komplexe Finanzregulierung ist in diesem Umfeld nur schwer voranzubringen, insbesondere wenn es um Krypto geht, einen Sektor, der trotz seines wachsenden Einflusses in Washington weiterhin umstritten ist.
Galaxy Digital senkte seine geschätzten Chancen für eine Verabschiedung des CLARITY Act im Jahr 2026 von 75% im Mai auf 60% im Juni, unter Berufung auf begrenzte Gesetzgebungstage und das Fehlen eines endgültigen Senatspakets. Andere Marktbeobachter haben gewarnt, dass die Chancen weiter sinken könnten, wenn das Gesetz nicht vor der Verdichtung des Kalenders Zeit im Plenum erhält.
Für Krypto-Unternehmen würde eine Verzögerung die Unsicherheit über die Token-Klassifizierung, den Sekundärmarkthandel, die Verwahrungspflichten und die Aufgabenteilung zwischen SEC und CFTC verlängern. Es würde die Marktteilnehmer auch auf behördliche Regelungen, Gerichtsentscheidungen und das Ermessen der Aufsichtsbehörden angewiesen lassen, anstatt auf einen klaren gesetzlichen Rahmen. Das Gesetz soll Registrierungsregeln für Börsen, Broker, Verwahrer und andere Krypto-Intermediäre schaffen.
Das schwierigste ungelöste Problem bleibt, wie der Kongress Renditen, Belohnungen und andere Anreize im Zusammenhang mit Stablecoins behandeln soll. Banken argumentieren, dass Stablecoin-Belohnungsprodukte Einlagenersatzprodukten ähneln können, ohne bankähnliche Aufsicht, Versicherung oder Liquiditätsregeln. Krypto-Unternehmen entgegnen, dass weitreichende Beschränkungen den Wettbewerb schwächen, die Produktgestaltung einschränken und Aktivitäten auf Offshore-Plattformen verlagern würden.
Der Streit hat die Senatsverhandlungen bereits verlangsamt. Die Gesetzgeber haben versucht, zwischen verbotenen renditetragenden Stablecoin-Vereinbarungen und zulässigen transaktionsbasierten Belohnungen zu unterscheiden, aber die Grenze bleibt politisch sensibel. Bankengruppen drängen weiterhin auf strengere Grenzen, während Krypto-Befürworter warnen, dass eine zu restriktive Sprache das gesamte Marktstrukturgesetz untergraben könnte.
Wenn der CLARITY Act verabschiedet wird, erhielten US-amerikanische Börsen, Verwahrer, Token-Emittenten und institutionelle Handelsplattformen klarere Compliance-Wege. Wenn er scheitert, könnte die Branche 2027 mit demselben fragmentierten rechtlichen Umfeld betreten, das die US-Kryptomärkte seit Jahren prägt. Das politische Risiko besteht darin, dass eine Verzögerung den Inhalt des Gesetzes verändert. Ein anderer Kongress nach den Zwischenwahlen könnte die Verhandlungen wieder aufnehmen, strengere Anlegerschutzbestimmungen hinzufügen, DeFi-Ausnahmen einschränken oder den gesamten Prozess verlangsamen.
Was ist der CLARITY Act und wann hat das Repräsentantenhaus ihn verabschiedet?
Der CLARITY Act ist ein Gesetzesvorhaben, das einen bundesstaatlichen Rahmen für digitale Vermögensmärkte schaffen, klären soll, wann Token unter die Aufsicht der Securities and Exchange Commission oder der Commodity Futures Trading Commission fallen, und Registrierungsregeln für Börsen, Broker, Verwahrer und andere Krypto-Intermediäre festlegen soll. Das Repräsentantenhaus verabschiedete seine Version im Juli 2025 mit überparteilicher Unterstützung.
Warum hat Galaxy Digital die Chancen für eine Verabschiedung des CLARITY Act gesenkt?
Galaxy Digital senkte seine geschätzten Chancen für eine Verabschiedung des CLARITY Act im Jahr 2026 von 75% im Mai auf 60% im Juni, unter Berufung auf begrenzte Gesetzgebungstage und das Fehlen eines endgültigen Senatspakets. Die Senkung spiegelt das sich verengende gesetzgeberische Zeitfenster wider, da der Wahlzyklus für die Zwischenwahlen 2026 den Kongresskalender komprimiert.
Was ist das wichtigste ungelöste Problem, das die Senatsverhandlungen über den CLARITY Act verlangsamt?
Das schwierigste ungelöste Problem ist, wie der Kongress Renditen, Belohnungen und andere Anreize im Zusammenhang mit Stablecoins behandeln soll. Banken argumentieren, dass Stablecoin-Belohnungsprodukte Einlagenersatzprodukten ähneln können, ohne bankähnliche Aufsicht, Versicherung oder Liquiditätsregeln, während Krypto-Unternehmen entgegnen, dass weitreichende Beschränkungen den Wettbewerb schwächen, die Produktgestaltung einschränken und Aktivitäten auf Offshore-Plattformen verlagern würden.
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