Cryptoquant-ki Young Ju warnt, der Bitcoin-Bärenmarkt könnte sich bis in das frühe Jahr 2027 hineinziehen

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Cryptoquant-CEO Ki Young Ju ist der Ansicht, dass eine Gewinnmitnahme-Kaskade bei Bitcoin die Renditen von Anlegern typischerweise für etwa 18 Monate nach unten zieht – ein Muster, das den aktuellen Bärenmarkt bis in den frühen 2027 hinein am Laufen halten könnte.

  • Kernaussagen:
    • Cryptoquant-CEO Ki Young Ju sagt, dass Bitcoins PnL typischerweise etwa 18 Monate lang nach einer Gewinnmitnahme-Kaskade fällt.
    • Der Abwärtstrend bei Bitcoin habe im Oktober 2025 begonnen und werde erst dann umkehren, wenn die nicht realisierten Gewinne wieder aufgebaut sind, argumentiert Ju.
    • Der Bull-Bear Cycle Indicator von Cryptoquant wurde am 12. Mai bullish, wodurch die Bären-These vernebelt wird.

Noch etwas Zeit, bis die Bären zurückweichen

Der Bärenmarkt bei Bitcoin könnte laut dem Gründer und CEO von Cryptoquant, Ki Young Ju, noch ein Jahr oder länger dauern. Er legte den Zeitplan in einem Beitrag auf X dar. „Sobald Gewinnmitnahme-Kaskaden einsetzen, fällt das PnL der Bitcoin-Anleger typischerweise für etwa 18 Monate.“ Ju schrieb, wobei er eine Kurzform für den aggregierten Gewinn und Verlust von Anlegern (PnL) verwendete. „Seit der Trend im Oktober 2025 umgeschlagen ist, könnte der Bärenmarkt bis in den frühen 2027 hinein andauern.“

Seine Argumentation hängt von der Richtung realisierter Gewinne ab. Vereinfacht gesagt: Anleger sitzen noch auf Gewinnen auf dem Papier, die sie kontinuierlich in Cash umwandeln. Diese Dynamik übt historisch so lange Druck auf den Preis aus, bis das Verkaufen sich selbst aufgebraucht hat. Der PnL-Index, auf den er sich stützt, setzt sich aus mehreren Onchain-Bewertungskennzahlen zusammen (darunter das Verhältnis Marktwert zu realisiertem Wert (MVRV) und der Netto-Wert aus nicht realisierten Gewinnen und Verlusten), die in einer einzigen Trendlinie zusammenlaufen. Diese erreichte etwa Mitte 2025 ihren Höhepunkt und fällt seitdem.

Die Warnung knüpft an eine Position an, die Ju seit einem Großteil des vergangenen Jahres stark betont hat: Er erklärte den Bitcoin-Bullenzyklus erstmals 2025 für beendet, unter Verweis auf die sich weiter öffnende Lücke zwischen der realisierten Marktkapitalisierung des Assets und seiner Marktkapitalisierung.

Nicht alle stimmen zu, nicht einmal mit den eigenen Daten von Cryptoquant

Der düstere Zeitplan ist selbst innerhalb von Jus eigenem Unternehmen noch lange nicht in Stein gemeißelt, denn der Bull-Bear Cycle Indicator von Cryptoquant wechselte am 12. Mai zum ersten Mal seit März 2023 auf grün – ein Signal, das historisch oft mit dem Beginn konstruktiverer Bedingungen zusammenfiel.

Andere Analysten sind sogar noch optimistischer: Die Research-Firma K33 ist der Auffassung, dass das ungefähr 60.000 US-Dollar tiefe Februar-Tief von Bitcoin bereits die maximale Drawdown-Auslenkung dieses Zyklus markiert habe (ein Rückgang von etwa 52% gegenüber dem Rekord von 126.272 US-Dollar, den das Asset am 6. Oktober 2025 verzeichnete).

Die Uneinigkeit zeigt ein trübes Bild für die Zyklusmitte. Denn falls Ju recht behält, stehen Trader vor einer weiteren zähen Phase, bevor realisierte Gewinne sich zurücksetzen – und dann der nächste Anstieg beginnen kann. Wenn der grün werdende Zyklusindikator und die stabilen Zuflüsse über ETFs Oberhand gewinnen, könnte das Tief bereits erreicht sein.

In jedem Fall hat Ju dem Markt eine klare „Tripwire“ zum Beobachten gegeben: der Moment, in dem die nicht realisierten Gewinne zu steigen beginnen, während die realisierten Gewinne nachlassen – dann wäre die von ihm beschriebene 18-Monats-Uhr endlich bereit, umzuschalten.

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