Gate News-Meldung, 17. April — Laut The Information ist DeepSeek in Gesprächen, um mindestens $300 Millionen bei einer Bewertung von $10 Milliarden einzusammeln, ein Bruchteil der führenden US-KI-Unternehmen: OpenAI wird mit $852 Milliarden bewertet, während Anthropic auf bis zu $800 Milliarden taxiert wird. Die Bewertungslücke hat eine Debatte unter Investoren ausgelöst, ob DeepSeek ein Schnäppchen ist oder ob US-amerikanische KI-Firmen überteuert sind.
Das R1-Modell von DeepSeek, das im Januar 2025 auf den Markt kam, wurde auf Basis von rund 5,6 Millionen US-Dollar trainiert – ein Bruchteil der Hunderte Millionen, die typischerweise von US-Laboren ausgegeben werden — und löste einen Markt-Schock aus, der fast $1 Billionen an US-Börsenwert in nur einem Tag zunichtemachte, während Nvidia in der Marktkapitalisierung Verluste in Höhe von nahezu $600 Milliarden hinnehmen musste. Seitdem wechselte die Rangliste der Leistungsfähigkeit zwischen US- und chinesischen Modellen mehrfach die Spitzenposition; Stand März 2026 beträgt der Leistungsvorsprung des führenden Modells von Anthropic laut dem 2026 AI Index der Stanford University lediglich 2,7%.
Auch bei den Umsätzen: OpenAI meldete im Februar eine annualisierte Umsatzrate von $25 Milliarden, während Anthropic von $9 Milliarden zum Jahresende 2025 auf $30 Milliarden bis März sprang, angetrieben vor allem durch die Nachfrage nach Claude Code. In Q1 2026 entfielen bei nur vier Deals – OpenAI, Anthropic, xAI und Waymo – 63% des insgesamt weltweit aufgebrachten Kapitals. SpaceX-xAI zielt auf eine IPO-Bewertung ab, die möglicherweise 1,75 Billionen US-Dollar übersteigt – womöglich die größte IPO in der Geschichte des Marktes.
Einige Investoren haben Bedenken hinsichtlich der aktuellen Bewertung von OpenAI geäußert; ein Unterstützer sagte der Financial Times, dass die Rechtfertigung des $852 -Milliarden-Preises erfordert, von einer IPO-Bewertung von 1,2 Billionen US-Dollar oder mehr auszugehen. Die extreme Bewertungslücke zwischen DeepSeek und den US-amerikanischen KI-Spitzenreitern wirft nun die Frage auf, ob statt der Fähigkeit, Umsätze zu generieren, die spekulative Risikofreude die Marktpreise treibt.