Die Preise für DRAM-Verträge steigen seit Anfang 2026 um 90-95% und drücken damit Hersteller von Unterhaltungselektronik in die Enge

Laut MarketWatch sind die Preise für DRAM-Kontrakte im ersten Quartal 2026 um 90-95% gestiegen und haben einen historischen Höchststand erreicht, während die Preise für PC-Speicher voraussichtlich verdoppelt werden. Die Knappheit entsteht dadurch, dass Wafer-Hersteller ihre Kapazitäten auf Server-DRAM und AI-spezifischen Hochbandbreitenspeicher (HBM) für Rechenzentren umleiten und damit Unternehmen für Unterhaltungselektronik mit stark erhöhten Komponentenkosten kämpfen müssen.

Game-Console-Hersteller stehen unter dem unmittelbarsten Druck. Microsoft hat die Xbox-Preise zweimal angehoben, während Sony Berichten zufolge die Markteinführung der PlayStation 6 auf 2028-2029 verschieben könnte, falls sich die Speicherkosten nicht stabilisieren. Nintendo Switch 2 ist mit rund 450 US-Dollar gestartet, ausgelöst durch einen Anstieg der DRAM-Beschaffungskosten um 41%, wobei Analysten weitere Preiserhöhungen bis zum Jahresende erwarten. Analysten gehen davon aus, dass künftige Gaming-Konsolen sich der Marke von 1.000 US-Dollar nähern könnten, wodurch sie sich von Massenprodukten zu Luxusartikeln wandeln. PC-Hersteller wie HP stehen vor einer ähnlichen Rechnung: Die Speicher- und Lagerkosten springen von 15-18% auf 35% der Stückliste, wodurch sie gezwungen sind, zwischen Preiserhöhungen und dem Abschmelzen der Margen zu wählen.

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