Laut Reuters am Dienstag, 23. Juni, erklärte Eli Lilly, dass die MFN- (Most-Favored-Nation-) Medikamentenpreis-Politik (Most-Favored-Nation) der Trump-Administration Preis- und Erstattungsverhandlungen für die neuen Arzneimittelstarts des Unternehmens in Europa verkomplizieren werde. Das Unternehmen plant, in der zweiten Hälfte von 2026 bis in den frühen 2027 hinein ein orales Abnehmmedikament in Europa und dem Vereinigten Königreich einzuführen, nachdem es in den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten die behördliche Zulassung erhalten hat.
Lilly will mit Telemedizin-Plattformen, E-Commerce-Kanälen und Direktvertrieb an Verbraucher zusammenarbeiten, um die Marktreichweite zu erweitern. Dabei hängt die Adipositas-Behandlung in den meisten europäischen Ländern vor allem von der Selbstzahlung der Patientinnen und Patienten ab und nicht von einer öffentlichen Gesundheitsversorgung. Unternehmensverantwortliche räumten ein, dass die MFN-Politik alle Pläne für neue Arzneimittelstarts und Preisgespräche beeinflussen werde, sagten aber, Lilly werde weiterhin eine öffentliche Erstattung im Gesundheitswesen anstreben, wo dies möglich ist.