2026年6月6日10:00 bis 10:15 (UTC) fiel ETH innerhalb von 15 Minuten stark um 0,90 %, der Kurs lag in einer Spanne von 1.555,14 bis 1.570,59 USDT, die Schwankung betrug 0,98 %. In diesem Zeitraum befand sich der breitere Kryptomarkt in einer allgemeinen Korrekturphase, wobei ETH am selben Tag insgesamt um 11,88 % fiel – von etwa 1.770 US-Dollar auf nahe 1.557 US-Dollar. Die Marktstimmung war extrem pessimistisch, der Fear and Greed Index ist auf das Niveau von 29 gefallen.
Der Haupttreiber dieser Kursabweichung war die Marktkopplungseffekte, nachdem Bitcoin nach dem Bruch einer entscheidenden Unterstützung bei 70.000 US-Dollar gefallen war. Als größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung löste der Rückgang von Bitcoin eine umfassende Korrektur im Kryptomarkt aus; ETH als zweitgrößte Kryptowährung konnte dem nicht entgehen. Zudem kam es im Derivatemarkt in den vergangenen 24 Stunden zu massiven Liquidationen in Höhe von rund 247 Millionen US-Dollar, wobei ETH-Futures-Liquidationen 96,14 Millionen US-Dollar betrugen. Der Anteil der Long-Positionen lag bei bis zu 72,63 %. Die durch die Liquidationen ausgelösten Zwangsabschließungen erzeugten eine negative Rückkopplungsschleife und verstärkten so den kurzfristigen Verkaufsdruck weiter.
Zweitens verzeichnete der ETH ETF bereits 15 Handelstage in Folge Kapitalabflüsse, da institutionelle Investoren ihre Bestände weiter abbauten. Der Harvard University Endowment Fund verkaufte im ersten Quartal 2026 seine gesamten ETH-ETF-Positionen im Gegenwert von 87 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig heizten sich die geopolitischen Spannungen weiter auf und traditionelle Technologiewerte zeigten parallel eine Schwäche: Der Nasdaq Crypto Index fiel am selben Tag um 6,82 %. Kryptowährungen und Risk Assets wiesen eine hohe Korrelation auf, wodurch mehrere Faktoren die Volatilität gegenseitig verstärkten.
Anleger sollten darauf achten, ob Bitcoin sich im Bereich von 60.000 US-Dollar stabilisieren kann. Die Unterstützung für ETH liegt bei rund 1.550 US-Dollar; sollte diese nachgeben, könnte dies größeren Abwärtsraum eröffnen. Kurzfristig bleibt das Risiko von Leverage hoch, da die Liquidität in der asiatischen Handelsphase relativ geringer ist und größere Orders zu vorübergehend starken Kursausschlägen führen können.