Am 3. Juni 2026 von 16:15 bis 16:30 (UTC) fiel ETH innerhalb von 15 Minuten um 0,96 % rasant ab. Der Preis sank von 1.838,73 USDT auf 1.811,4 USDT, die Spanne erreichte 1,49 %, und der Markt zeigte eine deutlich verstärkte Volatilität. Der Abverkauf ereignete sich vor dem Hintergrund, dass BTC die Marke von 70.000 US-Dollar durchbrach und eine breite Liquidationswelle den gesamten Markt erfasste, wodurch sich die Panikstimmung rasch auf den ETH-Markt ausbreitete.
Die wichtigsten Treiber für diesen Ausbruch sind zwei Faktoren: Erstens die Kopplungswirkung durch den starken Rückgang bei Bitcoin. BTC fiel am 3. Juni zum Handelsauftakt unter 67.000 US-Dollar; zum ersten Mal seit nahezu zwei Monaten gelang es nicht mehr, die 70.000-US-Dollar-Marke als entscheidenden Schlüsselbereich zu verteidigen. Innerhalb von 24 Stunden wurden nahezu 1 Milliarde US-Dollar an Kryptowerten liquidiert, und ETH als zweitgrößtes Krypto-Asset nach Marktkapitalisierung konnte sich dem Abwärtsdruck nicht entziehen. Zweitens wirken sich die kumulierten Effekte anhaltender Nettoabflüsse aus ETH-ETFs aus. Berichten zufolge verzeichneten ETH-ETFs bereits 15 Handelstage in Folge Nettoabflüsse; das Abflussvolumen lag im Mai bei rund 400 Millionen US-Dollar. Der Rückzug institutioneller Kauforders führte dazu, dass der Markt eine wichtige Stütze verlor.
Parallel dazu verstärkten sich die Abwärtsbewegungen durch das gleichzeitige Auftreten technischer Faktoren. Nachdem ETH Anfang Juni die psychologische Marke von 2.000 US-Dollar durchbrochen hatte, blieb ein wirksamer Rebound aus. Der RSI-Indikator ist auf 20,34 gesunken und damit deutlich unter der überverkauften Schwelle von 40. Der Markt befindet sich damit in einem extremen Überverkaufszustand. Zudem bestärkten US-ISM-Daten zum verarbeitenden Gewerbe, die weiterhin über 80 lagen, vorsichtige Zinssenkungs-Erwartungen der US-Notenbank (Fed). Ein anhaltend hohes Zinsniveau dämpft weiterhin die Nachfrage nach risikoreichen Assets, während geopolitische Risiken die Risikoaversion zusätzlich verstärken.
Das Risiko erhöhter Marktvolatilität besteht aktuell weiterhin. Technische Indikatoren deuten darauf hin, dass ein kurzfristiger Ausgleich durch den extremen Überverkauf ausgelöst werden könnte, doch ohne klaren positiven Impuls könnte das Aufwärtspotenzial einer Erholung begrenzt sein. Besonders zu beobachten sind daher, ob BTC sich oberhalb von 70.000 US-Dollar stabilisieren kann, ob sich die Kapitalflüsse bei ETH-ETFs wieder drehen, sowie ob die Marke von 2.000 US-Dollar zurückerobert werden kann.