Am 26. Juni 2026 von 15:15 bis 15:30 (UTC) erzielte ETH im 15-Minuten-Zeitraum eine Rendite von +0,83 % bei einem Preiskorridor von 1565,41–1587,03 USDT und einer Amplitude von 1,38 %. Zuvor stand ETH unter anhaltendem Abwärtsdruck und erreichte am 26. Juni mit 1512 US-Dollar den tiefsten Stand, nahe dem Jahrestief von 1505 US-Dollar. In der Nähe der technischen Schlüsselunterstützungszone kam es zu Short-Eindeckungen, die einen kurzfristigen Preisanstieg auslösten.
Der Haupttreiber dieser Bewegung war der Test der technischen Schlüsselunterstützung. Der Preis näherte sich der Zone von 1505–1512 US-Dollar, was zu Gewinnmitnahmen bei Short-Positionen führte. Bei gleichzeitig relativ geringem Handelsvolumen reichten bereits kleine Kaufaufträge aus, um eine größere Preisbewegung zu verursachen.
Darüber hinaus bot das On-Chain-Kapitalverhalten eine Unterstützung von unten. Am 19. Januar 2026 kaufte eine Wal-Adresse innerhalb von 24 Stunden insgesamt 50.537 ETH im Wert von rund 162 Millionen US-Dollar auf und sendete damit ein Signal für eine langfristige Angebotsverknappung an den Markt. Gleichzeitig zogen Staking-ETFs weiterhin Kapital an; am 24. April verzeichneten sie einen Nettozufluss von 13.889 ETH an einem einzigen Tag. Grayscale und Bitmine transferierten innerhalb von 24 Stunden ETH im Wert von rund 500 Millionen US-Dollar in Staking-Verträge, was zu einer Verringerung des zirkulierenden Angebots führte und einen „Angebotsverknappungseffekt“ erzeugte.
Das makroökonomische Umfeld bleibt ein Aufwärtsrisiko. Der stärkere US-Dollar-Index belastet risikoreiche Vermögenswerte, die Stablecoin-Dominanz steigt über 12,5 %, was auf zunehmende Risikoaversion hindeutet. Der ETH-ETF verzeichnet seit drei Wochen in Folge Nettoabflüsse von über 712 Millionen US-Dollar, die institutionelle Stimmung hat sich nicht grundlegend verbessert. Sollte der Tages-Schlusskurs unter 1500 US-Dollar fallen, könnte dies einen weiteren Ausverkauf auslösen; die nächste Unterstützung liegt bei 1385 US-Dollar. Das aktuelle Handelsvolumen ist nach wie vor niedrig, sodass es aufgrund mangelnder Liquidität zu heftigen Preisschwankungen kommen kann. Es gilt, die Entwicklung der Schlüsselunterstützungszonen und die Veränderungen der On-Chain-Kapitalflüsse im Auge zu behalten.