Gate News-Meldung, 16. April — Die Europäische Kommission hat vorläufige Feststellungen gemäß dem Digital Markets Act veröffentlicht und verlangt, dass Google konkurrierenden Suchmaschinen und KI-Diensten Zugang zu den von ihr gesammelten Suchdaten gewährt, einschließlich Rankings, Nutzeranfragen, Klicks und Seitenaufrufen. Das Unternehmen muss diesen Zugang zu fairen, angemessenen und konsistenten Bedingungen bereitstellen, um den Wettbewerb auf dem Suchmarkt zu verbessern.
Der Vorschlag umfasst sechs Bereiche: Zulassungskriterien für Datenempfänger (einschließlich KI-Chatbots), Umfang der Daten, Übertragungsmethoden und -häufigkeit, Schutzmaßnahmen für den Datenschutz personenbezogener Daten, Preisgestaltung sowie Regeln zur Zugangsverwaltung. Teresa Ribiera, Exekutiv-Vizepräsidentin für den sauberen, gerechten und wettbewerbsorientierten Übergang, erklärte: “Daten sind ein entscheidender Input für die Online-Suche und für die Entwicklung neuer Dienste, einschließlich KI. Der Zugang zu diesen Daten sollte nicht in einer Weise eingeschränkt werden, die den Wettbewerb beeinträchtigen könnte.” Google hat sich formell gegen die Maßnahmen ausgesprochen; die leitende Wettbewerbsberaterin Clare Kelly argumentierte, das Unternehmen würde gezwungen, sensible Nutzerdaten mit unzureichenden Datenschutzgarantien zu teilen.
Die Sache ist mit erheblichen Risiken verbunden: Google drohen potenzielle Geldbußen von bis zu 10% des jährlichen weltweiten Umsatzes von Alphabet, die $35 Milliarden übersteigen könnten. Eine öffentliche Konsultationsphase läuft vom 17. April bis zum 1. Mai 2026; die Kommission wird voraussichtlich bis zum 27. Juli 2026 eine endgültige bindende Entscheidung erlassen.