Gate News-Mitteilung, 17. April — Europäische KI-Chip-Startups sichern sich größere Finanzierungsrunden, da Investoren nach Alternativen zu Nvidia-GPUs für KI-Inferenz-Workloads suchen. Der niederländische Startup Euclyd steht in Gesprächen, um mindestens 100 Millionen Euro (US$118 million) einzusammeln, um seine Technologie für ein Multi-Chiplet-Inferenzsystem zu skalieren und seine Kundenzahl auszubauen.
Euclyd wurde 2024 von einem ehemaligen ASML-Direktor, Bernardo Kastrup, gegründet und hat zuvor weniger als 10 Millionen Euro (US$11.8 million) aufgebracht. Weitere europäische Startups, darunter Optalysys, Fractile und Arago, verfolgen ebenfalls Finanzierungsrunden. Laut Dealroom haben europäische KI-Chip-Startups bisher im Jahr 2026 etwa US$800 million aufgebracht, deutlich hinter US-Pendants zurück, die im selben Zeitraum US$4.7 Milliarden mobilisiert haben.
Viele europäische Startups konzentrieren sich auf KI-Inferenz — die Phase, in der trainierte Modelle Antworten erzeugen — statt auf Training. Damit zielen sie auf ein Marktsegment, das 2025 etwa US$1.39 Milliarden erwirtschaftet hat. Fractile und ähnliche Unternehmen entwickeln In-Memory-Computing-Architekturen, die Daten innerhalb des Speichers verarbeiten, um Latenz und Stromverbrauch zu reduzieren. Der European Chips Act, eine Initiative der Europäischen Union in Höhe von 43 Milliarden Euro (US$50.7 billion), soll den Halbleiterbau ankurbeln und den weltweiten Anteil Europas am Halbleitermarkt bis 2030 auf 20% erhöhen.