Das Bitcoin-Netzwerk hat diese Woche einen frischen Difficulty-Boost erhalten, und zwar bei der Blockhöhe 951552. Dabei hat das Protokoll die Parameter um 1,72% angezogen. In der Zwischenzeit hat die Hashrate des Netzwerks weiter kräftig zugelegt und die Schwelle von 1.000 Exahash pro Sekunde (EH/s) bzw. 1 Zettahash pro Sekunde (ZH/s) geknackt.
Der Preis von Bitcoin bewegte sich in den vergangenen sieben Tagen zwischen 72.800 und 77.700 US-Dollar, wie Marktdaten zeigen. Diese Kursniveaus haben die Stellschrauben bei der Rentabilität des Minings angezogen, belasten die Einnahmen aus dem Bitcoin-Mining – also den Wert, der durch 1 Petahash pro Sekunde (PH/s) Rechenleistung pro Tag generiert wird. Dieser Kennwert ist in der gesamten Branche als Hashprice bekannt.
Seit diesem Wochenende liegt die Hashprice bei 33,71 US-Dollar pro PH/s pro Tag. Das bedeutet, dass Miner laut den Daten von hashrateindex.com 4,99% weniger verdienen als vor 30 Tagen. Was den Rückgang noch auffälliger macht: Die Hashprice berührte in den vergangenen Monat kurzzeitig zweimal die 39-US-Dollar-Marke pro PH/s. Auf ihrem aktuellen Niveau liegt die Kennzahl 13,56% unter diesen jüngsten Hochs.

Auf der anderen Seite haben Bitcoin-Miner trotz des Dämpfers bei den Einnahmen weiter Rechenleistung hinzugefügt. Selbst bei geringeren Margen ist die verfügbare Rechenleistung des Netzwerks weiter gestiegen. Diese Woche hat die Bitcoin-Hashrate erneut die Schwelle von 1 ZH/s überschritten. Und per Samstag, 30. Mai 2026, liegt sie bei 1.018,59 EH/s bzw. rund 1,02 ZH/s. Seit dem Erreichen von 958 EH/s am 18. Mai ist die gesamte Hashrate um 6,32% gestiegen.
Der Co-CEO von Renewablox, Jason Deane, erklärte diese Woche, dass der jüngste Difficulty-Anstieg bei Bitcoin auf 139 Billionen das Netzwerk wieder auf ein Niveau zurückbringt, das erstmals etwa im September 2025 zu sehen war. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Difficulty in den vergangenen acht Monaten weitgehend zwischen 126 und 156 Billionen gelegen habe. Zudem fügte er hinzu, dass sich die Hashrate „insgesamt kaum verändert“ habe: Große Miner verlagerten weiterhin Ressourcen in Richtung Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI), während das natürliche Wachstum im Netzwerk durch das Ausscheiden weniger profitabler Miner aufgrund von Preisdruck ausgeglichen werde.
Deane ist der Ansicht, dass sich die Branche über das reine Mining hinaus entwickelt – mit stärkerem Fokus auf Netzbalancierung, Wärmeerzeugung, Dekarbonisierung und der Reduzierung von vergeudeter Energie. „Die Bitcoin-Mining-Branche verändert sich, und meiner Ansicht nach wird sie mit der Zeit wahrscheinlich weniger zentralisiert werden“, schrieb er auf X.
Dieses Wachstum beschleunigte die Blockproduktion und löste letztlich am 29. Mai bei der Blockhöhe 951.552 eine Difficulty-Anpassung aus. Daten von Cloverpool.com zeigen, dass die Netzwerk-Difficulty um 1,72% gestiegen ist – von 136,61 Billionen auf 138,96 Billionen. Auf der anderen Seite haben Bitcoin-Miner trotz des Rückgangs bei den Einnahmen weiterhin Rechenleistung hinzugefügt. Selbst mit geringeren Margen klettert die Rechenleistung des Netzwerks weiter.
Da die Hashrate über 1 ZH/s bleibt, kommen Blöcke etwas schneller an: Im Schnitt liegt die Zeit bei 9 Minuten und 53 Sekunden. Die nächste Difficulty-Anpassung wird für den 12. Juni erwartet. Bis dahin zeigt das Netzwerk weiterhin einen vertrauten Widerspruch: Die Mining-Einnahmen kühlen ab, doch der Wettbewerb unter den Minern bleibt intensiv.
Wenn die Hashrate über der Marke von 1 ZH/s bleibt und die Blockzeiten weiter vor dem Zeitplan laufen, könnte Bitcoin Mitte Juni auf eine weitere Difficulty-Erhöhung zusteuern – und damit eine weitere Belastungsschicht für eine Branche schaffen, die ohnehin schon mit strengeren Wirtschaftlichkeitsbedingungen navigiert.
Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte das Ergebnis mit Deanes Sicht übereinstimmen, dass sich Bitcoin-Mining schrittweise über reine Hashpower hinaus ausweitet – hin zu einer stärker verteilten Branche mit Fokus auf Energieeffizienz, Netz-Dienstleistungen und Innovationsarbeit an der Infrastruktur.
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