Laut der Federal Reserve hielt die Zentralbank am 18. Juni die Zielspanne für den Federal-Funds-Satz bei 3,5%–3,75% aufrecht; die Mitteilung zur Geldpolitik wurde in einer einstimmigen Abstimmung mit 12-0 Stimmen angenommen. Dies ist das erste Mal seit Mitte 2025, dass keine Gegenstimmen abgegeben wurden. Der Nachfolger von Fed-Vorsitzendem Powell leitete die Entscheidung, die die Zinssätze zum vierten Mal in Folge seit Januar unverändert ließ.
Die Mitteilung zur Geldpolitik wurde unter neuer Führung umfangreich überarbeitet: Sie erhielt eine neu strukturierte Formatierung und entfernte Formulierungen zur künftigen Ausrichtung. Die wirtschaftlichen Projektionen spiegeln eine vorsichtigere Einschätzung wider: Die Prognose für das Wachstum des BIP im Jahr 2026 wurde von 2,4% auf 2,2% gesenkt, während die PCE-Inflation von 2,7% auf 3,6% angehoben wurde. Der Zins-„Dot-Plot“ kippte deutlich in Richtung „hawkish“: Neun Fed-Vertreter prognostizieren nun Zinserhöhungen in diesem Jahr, während nur einer Zinssenkungen erwartet – im Vergleich zu zwölf, die in der Prognose vom März Zinssenkungen vorsahen.