Gate News-Nachricht, 15. April — Der französische Präsident Emmanuel Macron beruft am 16. April einen Video-Gipfel mit den Führungsspitzen von Spanien, den Niederlanden, Irland und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein, um gemeinsame Standards zur Einschränkung des Zugangs von Minderjährigen zu Social Media abzustimmen, berichtete Bloomberg am 14. April. Die Initiative soll unterschiedliche nationale Regelungen zu Altersgrenzen und Methoden zur Identitätsverifikation innerhalb des Blocks angleichen.
Mindestens sieben EU-Mitgliedstaaten bringen derzeit Gesetzgebungsverfahren zu dem Thema voran, angetrieben durch die Sorge um die psychische Gesundheit junger Menschen, Cybermobbing und die Exposition gegenüber schädlichen Inhalten. Frankreich verfolgt ein Verbot der Social-Media-Nutzung für Kinder unter 15 Jahren, wobei die Gesetzgebung bis September abgeschlossen sein soll. Der französische Senat hat kürzlich darüber beraten, den Zugang zu den schädlichsten Plattformen einzuschränken und gleichzeitig einige Dienste unter elterlicher Aufsicht zuzulassen; der Gesetzentwurf befindet sich nun in der Prüfung durch die EU-Kommission.
Die EU hat bereits den Druck auf Plattformen mit Blick auf Sucht-auslösende Designfunktionen durch digitale Vorschriften erhöht und dabei Auto-Play-Videos sowie sich wiederholende Push-Benachrichtigungen ins Visier genommen. Macron hat sich mit Branchenexperten beraten, darunter LinkedIn-Mitgründer Reid Hoffman und Signal-CEO Meredith Whittaker, zu technischen Durchsetzungsansätzen. Die EU-Kommission war historisch gesehen eher zurückhaltend, wenn es darum ging, Altersgrenzen zu harmonisieren, könnte jedoch unter Druck geraten, zu handeln, da Mitgliedstaaten ihre individuellen Gesetzesinitiativen beschleunigen.