Laut einer Analyse von The Market Ear nähern sich die Goldmärkte einem kritischen Wendepunkt: Schwächer werdende Long-Positionen und systemgetriebenes Verkaufen könnten sich möglicherweise dem Ende zuneigen. Das Edelmetall soll sich in einem „Pulverfass“-Zustand befinden und für eine richtungsweisende Bewegung bereit sein, sobald ein Auslöser auftaucht.
Technisch gesehen bleibt Gold durch eine kurzfristige Abwärtstrendlinie von Rekordhochs sowie den 21-Tage-Durchschnitt begrenzt, wobei sich Unterstützungs- und Widerstandsbänder scharf annähern. Währenddessen sind trotz jüngster Rücksetzer die Prämien für Put-Optionen gestiegen, da Anleger nach Absicherung gegen den Abwärtsbereich suchen, während Call-Option-Spreads sich deutlich verengt haben – was auf steigende Hedging-Kosten, aber sinkende bullische Positionierung hindeutet. Goldman Sachs empfiehlt eine Call-Spread-Strategie für den nahen Zeitraum auf SPDR Gold Shares (GLD-US) mit Juli-405/445-Kontrakten und verweist dabei auf ein risikokontrolliertes Exposure mit potenziellen Renditen bis zu 6x der anfänglichen Investition. Von der BofA verfolgte Berater für den Rohstoffhandel halten weiterhin Short-Positionen; ein Ausbruch über die Abwärtstrendlinie könnte erzwungenes Short-Covering und mechanisches Kaufen auslösen.