Hongkonger Währungsbehörde: Spannungen im Nahen Osten haben nur begrenzte Auswirkungen auf den Bankensektor

Gate-News-Meldung, 16. April — Der Bankensektor Hongkongs ist laut Eddie Yue, stellvertretendem CEO der Hongkonger Währungsbehörde, nur einem begrenzten Risiko gegenüber dem Nahen Osten ausgesetzt. Während die aktuellen Spannungen im Nahen Osten die kommerziellen Abläufe oder Kunden bislang nicht wesentlich beeinträchtigt haben, könnten steigende Ölpreise Branchen treffen, die empfindlich gegenüber Energiekosten sind, etwa Transport und Logistik. Die Behörde fordert die Banken daher auf, bei kurzfristigen Liquiditätsproblemen betroffener Kunden einen stärker entgegenkommenden Ansatz zu verfolgen.

Yue stellte fest, dass die jüngsten Unterstützungsanfragen von kleinen und mittleren Unternehmen (SMEs) nicht zugenommen haben. Die Hongkonger Währungsbehörde wird weiterhin genau beobachten, wie sich die geopolitische Lage entwickelt und welche Auswirkungen sie auf die wirtschaftliche Aktivität in Hongkong hat. Die eingerichtete Task Force für die KMU-Finanzierung prüft ebenfalls, ob gezielte Maßnahmen eingeführt werden müssen.

Bezüglich des Sonderkreditprogramms für KMU mit 100% Garantie zu Sonderkonditionen sagte Yue, dass die höhere Ausfallquote von 19,3% bei der Einführung des Programms erwartet worden sei. Im Falle eines Zahlungsausfalls werden die Mortgage Corporation und die teilnehmenden Banken mit standardisierten Inkassoverfahren fortfahren.

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