Hyperliquid kauft HYPE im Wert von 1,16 Milliarden US-Dollar zurück, da der Token-Preis neue Allzeithochs erreicht

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Der HYPE-Token von Hyperliquid ist auf neue Rekordstände gestiegen, doch die Rally wird weniger durch institutionelle ETF-Nachfrage angetrieben, sondern vor allem durch ein aggressives, protocol-getriebenes Buyback-System. Der Mechanismus hat eine starke Feedback-Schleife geschaffen, die den Preis von HYPE direkt an die Handelsaktivität an der Börse koppelt.

  • Kernaussagen:
    • Hyperliquid hat 99% der Gebühren in HYPE-Buybacks geleitet und damit geholfen, den Token über 62 US-Dollar zu drücken.
    • HYPE-Buybacks erreichten in Q3 2025 316,8 Mio. US-Dollar und lagen damit weit über den frühen ETF-Zuflüssen in Hyperliquid.
    • Die HYPE-Rally von Hyperliquid hängt jetzt stark von den Umsätzen im Perpetual-Futures-Handel ab.

Rallye wird von der Buyback-Maschine und nicht von ETFs angetrieben

Der HYPE-Token von Hyperliquid ist in diesem Jahr zu einem der stärksten Kursgewinner im Krypto-Sektor geworden: Er stieg über 62 US-Dollar und zählt nach Marktkapitalisierung zu den Top 10 der Kryptowährungen. Ein großer Teil der öffentlichen Erzählung macht die Rally auf die Einführung der ersten US-Spot-Hyperliquid-Exchange-Traded-Funds (ETFs) sowie auf die wachsende institutionelle Akzeptanz zurück.

Doch eine aktuelle Recherche von Forbes zeigt, dass hinter dem Preisschub eine weitaus wichtigere Kraft steht: Sie sitzt direkt im Protokoll selbst.

Hyperliquid fließt nahezu der gesamte Handelsumsatz in einen kontinuierlichen Kauf von HYPE auf dem offenen Markt ein – über einen Mechanismus namens Assistance Fund. Daten von Defillama zeigen, dass ungefähr 99% der Gebühren, die aus den Perpetual-Futures- und Spot-Märkten der Plattform entstehen, in das Programm umgeleitet werden.

Hyperliquid data sourced from DefillamaHyperlink-Daten zeigen eine starke Korrelation zwischen Total Value Locked und Kursanstieg. Quelle: Defillama Im Gegensatz zu Unternehmens-Buybacks sind die Käufe nicht nach Ermessen gesteuert. Das Protokoll wandelt automatisch Handelsgebühren blockweise in HYPE-Käufe um – unabhängig von den Marktbedingungen. Seit dem Start hat Hyperliquid Berichten zufolge mehr als 1,16 Milliarden US-Dollar an kumulierten Erlösen erwirtschaftet, wobei praktisch alles davon in den Kauf des eigenen Tokens fließt. Im dritten Quartal 2025 allein hat das Protokoll Berichten zufolge HYPE im Wert von 316,8 Mio. US-Dollar zurückgekauft.

Das Ausmaß ist deutlich größer als die jüngsten ETF-Zuflüsse. Die im Mai gestarteten Spot-Hyperliquid-ETFs haben 75 Mio. US-Dollar an kumulierten Netto-Zuflüssen angezogen – ein bedeutender Meilenstein für ein vergleichsweise junges Asset. Doch im Vergleich zu einem Buyback-Engine, die pro Quartal Hunderte Millionen US-Dollar ausgibt, bleiben die ETF-Zuflüsse eher bescheiden. Die Struktur schafft effektiv eine permanente Kaufnachfrage unterhalb des Tokens.

HYPE ETFs data on black backgroundHYPE-ETFs: Allzeitzuflussdaten. Quelle: Sosovalue Zusätzliche Unterstützung kommt von Hyperliquid Strategies, einem an der Nasdaq gelisteten Treasury-Unternehmen, das unter dem Ticker PURR handelt. Das Unternehmen existiert im Wesentlichen, um HYPE anzusammeln und zu halten, und kontrolliert derzeit rund 20 Millionen Token. Der jüngste Quartalsgewinn des Unternehmens von 152,5 Mio. US-Dollar kam nahezu vollständig aus nicht realisierten Gewinnen, die mit seinen HYPE-Beteiligungen verbunden sind.

Eine dritte Nachfrageschicht fließt aus Stablecoin-Reserven. Im Rahmen der USDC-Vereinbarung von Hyperliquid werden bis zu 90% der Rendite, die aus USDC-Salden auf der Plattform generiert wird, in Buybacks und Anreize für das Ökosystem umgeleitet. Gemeinsam lenken die Mechanismen mehrere Erlösströme in denselben Token.

###Hyperliquid-Buybacks stehen stark mit dem Umsatzfluss in Verbindung

Das zugrunde liegende Geschäft selbst bleibt dabei stark. Hyperliquid hat sich zu einer der dominierenden dezentralen Börsen für Perpetual-Futures entwickelt und erzielt beträchtliche reale Handelsgebühren, statt auf inflationäre Token-Anreize zu setzen, wie sie frühere Krypto-Zyklen geprägt hatten. Dennoch schafft die Struktur eine entscheidende Abhängigkeit: Der Preis von HYPE ist zunehmend an das Handelsvolumen an einer einzelnen Börse gekoppelt.

Diese Beziehung wirkt in beide Richtungen.

Wenn die Krypto-Aktivität abkühlt, sinken die Buybacks gleichzeitig mit den Erlösen. Die vierteljährlichen Rückkäufe von Hyperliquid sind bereits von 316,8 Mio. US-Dollar in Q3 2025 auf 192,3 Mio. US-Dollar in Q1 2026 gefallen – ein Rückgang von ungefähr 40% über zwei Quartale.

Gleichzeitig werden irgendwann mehr gesperrte Token in den Umlauf gelangen, was den potenziellen Verkaufsdruck erhöht, den der Assistance Fund ausgleichen muss, um die Preise zumindest zu stabilisieren.

Das Ergebnis ist ein Token, dessen bullisches Szenario und Risikoprofil grundsätzlich miteinander verknüpft sind. Solange die Perpetual-Futures-Aktivität weiter expandiert, bleibt die Buyback-Engine stark. Wenn jedoch die Handelsvolumina in einem breiteren Krypto-Abschwung stark zurückgehen, könnte der Mechanismus zur Stützung des Preises gerade dann schwächer werden, wenn Anleger Liquidität am dringendsten suchen.

Für den Moment zeigt die Rally von Hyperliquid mehr als nur Markteuphorie. Sie zeigt ein Protokoll, das systematisch in großem Maßstab den eigenen Token kauft.

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