Der IWF senkt die Prognose für das globale Wachstum und warnt vor einer möglichen Rezession, falls sich der Iran-Krieg ausweitet

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Gate-News-Meldung, 15. April — Der Internationale Währungsfonds (IMF) hat am 14. April seine Prognose für das weltweite Wachstum gesenkt, ausgelöst durch energiepreisbedingte Ausschläge infolge des Kriegs im Nahen Osten. Er stellte drei Szenarien vor: schwächer, schlechter und schwerwiegend. Im schlimmsten Fall gerät die Weltwirtschaft an den Rand einer Rezession; die Ölpreise liegen 2026 im Durchschnitt bei $110 pro Fass und $125 im Jahr 2027. Die Referenzprognose des IWF geht von einem kurzlebigen Konflikt aus, wobei sich die Ölpreise in der zweiten Jahreshälfte 2026 normalisieren und im Jahresdurchschnitt bei $82 pro Fass liegen — deutlich unter dem Brent-Rohölpreis vom 14. April von rund $96.

IWF-Chefökonom Pierre-Olivier Gourinchas sagte, die Einschätzung könnte bereits veraltet sein. Er verwies darauf, dass anhaltende Energieunterbrechungen und kein klarer Weg zum Ende des Konflikts darauf hindeuteten, dass das „Szenario nachteilig“ zunehmend wahrscheinlicher werde. Dieser mittlere Pfad sieht einen längeren Konflikt vor, der die Ölpreise bei $100 pro Fass in 2026 und $75 im Jahr 2027 hält, während das weltweite Wachstum in diesem Jahr auf 2,5% sinkt, von 3,4% im Jahr 2025. Das schwerwiegende Szenario geht von einem verlängerten Konflikt aus, mit Ölpreisen bei $110 in 2026 und $125 in 2027, wodurch das weltweite Wachstum auf 2% gedrückt wird — nahe an einer globalen Rezession.

Der IWF senkte seine Prognose für das US-Wachstum im Jahr 2026 auf 2,3%, ein Rückgang um 0,1 Prozentpunkte gegenüber Januar. Dies spiegele Steuersenkungen und Investitionen in KI wider, die höhere Energiekosten teilweise ausgleichen. Die Wachstumsprognose für die Eurozone fiel in beiden Jahren um 0,2 Prozentpunkte auf 1,1% im Jahr 2026 und 1,2% im Jahr 2027. Für China wird das Wachstum 2026 auf 4,4% prognostiziert, ein Rückgang um 0,1 Prozentpunkt, und das Wachstum 2027 auf 4,0%. Für Indien wurden die Prognosen auf 6,5% für beide Jahre 2026 und 2027 angehoben.

Schwellenländer und Entwicklungsländer trifft der Konflikt stärker. In der Region Nahost und Zentralasien wird erwartet, dass das BIP-Wachstum 2026 um volle zwei Prozentpunkte auf 1,9% fällt — infolge von Infrastrukturschäden und reduzierten Energieexporten. Der IWF warnte Regierungen davor, Kraftstoffsubventionen oder Preisobergrenzen einzuführen, um höhere Energiepreise abzufedern. Er warnte, dass dies zu Kraftstoffmangel in anderen Ländern führen und die fiskalischen Rahmenwerke stören könnte, die benötigt werden, um fiskalische Puffer wieder aufzubauen.

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