Gate News-Nachricht, 22. April — Als Reaktion auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Waffenruhe mit dem Iran zu verlängern, zeigten iranische Behörden am 21. April die ballistische Rakete Khorramshahr-4 auf dem Platz der Revolution in Teheran. Die Mittelstreckenrakete mit einer Reichweite von ungefähr 4.000 Kilometern wurde zuvor von der Islamischen Revolutionsgarde des Iran bei Angriffen über Israel hinweg eingesetzt, darunter in Tel Aviv und Haifa.
Trump verkündete die Verlängerung der Waffenruhe am 22. April und verwies dabei auf die inneren Spaltungen im Iran sowie auf Bitten des pakistanischen Militärkommandeurs und des Premierministers, damit Zeit für einheitliche Verhandlungen bleibt. Die USA werden während der verlängerten Phase ihre maritime Blockade und ihre militärische Einsatzbereitschaft aufrechterhalten, auch wenn keine konkrete Frist festgelegt wurde.
Der staatliche Rundfunk IRIB wies die Verlängerung der Waffenruhe am 22. April zurück und erklärte, der Iran werde gemäß seinen nationalen Interessen handeln. Mohammad Bagher Ghalibaf, der Sprecher des iranischen Parlaments und Chefunterhändler, bezeichnete Trumps Schritt in den sozialen Medien als Verzögerungstaktik und erklärte, es sei Zeit für den Iran, die Initiative zu ergreifen. Halbamtliche Medien, die mit der Revolutionsgarde verbunden sind, warnten, dass der Iran bei Aufrechterhaltung der maritimen Blockade die Straße von Hormus geschlossen halten und bei Bedarf auch militärische Gewalt einsetzen werde, um die Blockade zu durchbrechen.