Gate-News-Meldung, 22. April — Die iranische Marine hat am 22. April zwei Containerschiffe in der Straße von Hormus beschlagnahmt und sie beschuldigt, gegen Vorschriften für den Seeverkehr verstoßen zu haben, sowie die Schiffe in iranische Küstengewässer verlegt. An der Operation beteiligte sich die Islamische Revolutionsgarde. Das Büro für maritime Handelsoperationen im Vereinigten Königreich hatte zuvor vor Angriffen auf Schiffe in der Region gewarnt.
Die Beschlagnahmungen erfolgten vor dem Hintergrund deutlich erhöhter US-Iran-Spannungen. Während Präsident Trump eine Verlängerung des Waffenstillstandsfensters ankündigte, um Verhandlungen zu erleichtern, deuteten Berichte darauf hin, dass eine neue Gesprächsrunde verschoben wurde, wobei Iran signalisierte, dass es möglicherweise nicht an weiteren Verhandlungen teilnehmen werde.
Brent-Rohöl stieg als Reaktion auf zunehmende geopolitische Risiken über $100 pro Barrel. Analysten weisen darauf hin, dass jede Störung in der Straße von Hormus — die etwa 20% der weltweiten Energieverschiffungen abwickelt — erhebliche Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte auslösen könnte. Die US-Marine hat die mit der USS Abraham Lincoln zentrierte Carrier-Strike-Gruppe in die Region entsandt, da die Spannungen im Nahen Osten weiterhin auf einem kritischen Niveau bleiben.