
Mitsubishi UFJ Financial Group, Sumitomo Mitsui Financial Group und Mizuho Financial Group gaben am 10. Juni bekannt, dass ihre Bankengeschäftsbereiche im laufenden Geschäftsjahr gemeinsam einen Stablecoin herausgeben werden, und zwar bis März 2027. Gleichzeitig sollen sie einen Ausschuss einrichten, um den Betriebsrahmen zu prüfen und sich auf die Emission vorzubereiten. Laut Reuters handelt es sich dabei um einen Teil der nationalen Strategie Japans, Blockchain-Technologie einzusetzen, um Zahlungssysteme zu verbessern. Die Finanzaufsicht Japans (FSA) hat die Testphase des Vorhabens unterstützt.
Bestätigte Maßnahmen: Einrichtung des Ausschusses und Zeitrahmen bis zum Geschäftsjahr März 2027
Laut der gemeinsamen Erklärung der drei Konzerne vom Mittwoch sind die folgenden konkreten Maßnahmen bestätigt: Die Bankengeschäftsbereiche von Mitsubishi UFJ, Sumitomo Mitsui und Mizuho sollen gemeinsam einen Ausschuss einrichten, der den Betriebsrahmen für den gemeinsamen Stablecoin prüft und die Vorbereitungen für die formelle Emission abschließt. Der anvisierte Zeitrahmen für die Emission ist bis März 2027, also im laufenden Geschäftsjahr.
In der Erklärung wurden die folgenden Informationen nicht offengelegt: die an den Stablecoin gekoppelte Währung oder konkreten Spezifikationen, die angestrebte Umlaufmenge, die geplanten Anwendungsfälle sowie die konkrete Zusammensetzung des Ausschusses und dessen Prüfungstermine.
Beteiligung der Finanzaufsicht Japans und gleichzeitige Fortschritte bei der Politik
Rolle der Finanzaufsicht: Reuters zufolge unterstützt die Finanzaufsicht Japans (FSA) die oben genannte Testphase und ordnet sie als Teil der umfassenden Bemühungen Japans ein, Blockchain-Technologie zur Stärkung von Zahlungssystemen einzusetzen. Die Erklärung macht keine Angaben dazu, in welchem Zeitplan oder unter welchen konkreten Bedingungen die FSA die formelle kommerzielle Emission regulatorisch genehmigen würde.
Vorschlag der Regierungspartei: Im Juni 2026 forderte ein Gremium der Regierungspartei in einem Vorschlag die Ausweitung der Nutzung eines Yen-Stablecoins für Abwicklungen in Asien. Einzelheiten des Vorschlags und der weitere gesetzgeberische Prozess wurden noch nicht veröffentlicht.
JPYC-Status: Das japanische Startup JPYC hat bereits im Oktober 2025 mit der Ausgabe eines an den Yen gekoppelten Stablecoins begonnen und ist damit derzeit das in Japan bereits im Umlauf befindliche Produkt für Yen-Stablecoins. In der Ankündigung wird nicht erläutert, wie die Pläne der drei großen Bankengruppen mit JPYC zusammenhängen.
Häufige Fragen
Ist der gemeinsame Stablecoin der drei großen Bankengruppen an den Yen gekoppelt?
In der Erklärung der drei Konzerne vom Mittwoch wurde nicht eindeutig erläutert, an welche Währung der geplante Stablecoin gekoppelt sein soll oder welche konkreten Spezifikationen gelten. Reuters bestätigt lediglich zwei Fakten: die „gemeinsame Emission des Stablecoins“ und die Einrichtung eines Ausschusses. Alle weiteren Spezifikationsdetails sollen erst nach der Prüfung durch den Ausschuss veröffentlicht werden.
Bedeutet die „unterstützte Testphase“ der Finanzaufsicht Japans, dass die formelle Emission bereits genehmigt wurde?
Laut Reuters besteht die Rolle der Finanzaufsicht derzeit in der Unterstützung der Testphase (Pilotierung). Es wurde noch nicht bestätigt, ob die formelle kommerzielle Emission genehmigt wurde oder ein Zeitplan für regulatorische Entscheidungen festgelegt ist. Die Maßnahme, dass die drei Banken einen Ausschuss gründen, fällt in die Vorbereitungsphase; der formelle regulatorische Genehmigungsprozess wurde bislang nicht öffentlich offengelegt.
Welche bekannten Unterschiede gibt es zwischen JPYC und den Plänen der drei großen Bankengruppen?
Nach den bisherigen Berichten ist JPYC ein an den Yen gekoppelter Stablecoin, der von dem japanischen Startup unabhängig im Oktober 2025 ausgegeben wurde. Die Pläne der drei großen Bankengruppen werden von drei großen Bankengruppen gemeinsam vorangetrieben, wobei es eine Beteiligung der FSA an der Testphase gibt. Beide unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Emissions- und institutionellem Hintergrund, aber eine konkrete geschäftliche Ausrichtung und wie stark sich die Märkte überschneiden, wurde noch nicht offiziell erläutert.