Laut dem legendären Trader Victor Sperandeo auf dem ETFGlobal ETP Forum im Juni liegt der Markt mit Blick auf den falschen Hebel der US-Notenbank Federal Reserve. Im Gespräch mit Yahoo Finance argumentierte Sperandeo, dass Zinssenkungen zwar die Kapitalkosten senken, aber nicht die Liquidität erhöhen – und dass der Abbau der Bilanzsumme, nicht die Zinssätze, das größte Risiko für stark von KI geprägte, überfüllte Trades wie Halbleiter und Mega-Cap-Tech-Aktien darstellt.
Sperandeo geht davon aus, dass der künftige Fed-Vorsitzende Kevin Warsh gleichzeitig Zinssenkungen und einen Abbau der Bilanzsumme verfolgen könnte. Diese Kombination könnte einen Markthöhepunkt rund um die Junientscheidung der Fed auslösen. Er betonte, dass die Steuerung des Geldpreises grundlegend etwas anderes sei als die Steuerung der Geldmenge; Letzteres – was er „Liquiditätshebel“ nennt – werde von Anlegern, die die geldpolitische Lockerung der Fed bewerten, systematisch unterschätzt.