Laut SemiAnalysis stürzte der Aktienkurs von Micron am Freitag, dem 5. Juni, um 13% ab und verzeichnete damit den stärksten Rückgang an einem einzelnen Tag seit April 2025. Der Kurs schloss bei 864,01 US-Dollar. Der Abverkauf folgte auf einen Bericht, der behauptete, Nvidia habe die Speicherkapazität für den nächsten Generation-Server-Speicher in Vera Rubin von 55TB auf 28TB reduziert. Am selben Tag gab Nvidia-CEO Jensen Huang jedoch öffentlich bekannt, dass Micron die HBM4-Zertifizierung zusammen mit SK Hynix und Samsung erreicht hat – eine bedeutende Anerkennung, die Analysten zuvor angezweifelt hatten, dass Micron sie schaffen könnte.
Branchenexperten stellten fest, dass der Bericht zwei unterschiedliche Produktkategorien vermischt: modulare Speicher (SOCAMM DRAM) und High-Bandwidth-Memory (HBM), den Haupttreiber der Nachfrage nach KI-Servern. Laut Barron’s- und Trendforce-Analysten dürfte Nvidias Rückgang bei der Standard-Speicherkapazität die „Crowding-out“-Wirkung der HBM-Produktion widerspiegeln, da jede HBM-Einheit etwa die dreifache Wafer-Kapazität für Standard-Speicher benötigt. Trendforce prognostizierte, dass diese Verdrängung sich bis 2027 weiter verstärken wird und dadurch höhere HBM-Preise stützt.