MoonPay hat DFlow, eine Solana-basierte Execution-Layer, in einem 100-Millionen-US-Dollar-Aktiengeschäft übernommen, um sich über die Fiat-Conversion hinaus in Trading-Infrastruktur auszudehnen, geht aus der Mitteilung hervor. Durch die Übernahme erhält MoonPay direkte Kontrolle über die Ausführungsmöglichkeiten und markiert damit einen strategischen Schritt hin zu einer tieferen Einbindung in die Marktstruktur im Kryptosektor.
DFlow liefert Trading-Infrastruktur, die von Plattformen wie Coinbase und Phantom genutzt wird. Laut MoonPay hat das System bereits mehr als 50 Milliarden US-Dollar an kumuliertem Handelsvolumen verarbeitet und wickelt etwa 10 Millionen Transaktionen pro Monat ab, mit nahezu vollständiger Token-Abdeckung auf Solana. Die Übernahme ermöglicht es MoonPay, näher an den Trading-Stack heranzurücken, statt ausschließlich am Einstiegspunkt der Krypto-Märkte zu bleiben.
MoonPay steigt in der Wertschöpfungskette auf: von Fiat-Zugang hin zu zentraler Trading-Infrastruktur. Kontrolle über die Ausführung kann eine wesentlich defensivere Position schaffen, als sich nur auf On-Ramp-Dienste zu verlassen.
Die Qualität der Ausführung bleibt eine zentrale Einschränkung in Krypto-Märkten – insbesondere in fragmentierten Onchain-Umgebungen, in denen Liquidität auf verschiedene Venues und Protokolle verteilt ist. Die Infrastruktur von DFlow ist darauf ausgelegt, in diesem Umfeld das Routing, die Preisbildung und die Zuverlässigkeit zu verbessern.
„DFlow ist in nur einem Jahr zu einem der wichtigsten Bausteine der Trading-Infrastruktur auf Solana geworden“, sagte MoonPays CEO Ivan Soto-Wright. „Indem wir ihre Execution-Layer in MoonPay integrieren, fügen wir die Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Skalierung hinzu, die nötig sind, um alles von High-Volume-Trading bis zur nächsten Generation agentengesteuerter Finanzanwendungen zu unterstützen.“
Der Fokus auf Execution spiegelt einen breiteren Trend wider, da Firmen bei Performance-Kennzahlen wie Latenz, Fill-Rates und dem Zugang zu Liquidität statt nur beim User-Acquisition-Wachstum konkurrieren.
MoonPay steigt in der Wertschöpfungskette auf: von Fiat-Zugang hin zu zentraler Trading-Infrastruktur. Kontrolle über die Ausführung kann eine wesentlich defensivere Position schaffen, als sich nur auf On-Ramp-Dienste zu verlassen.
MoonPay hat traditionell als Fiat-zu-Krypto-Gateway operiert und ermöglicht Nutzern den Einstieg in digitale Asset-Märkte. Die Hinzunahme von DFlow bringt eine neue Ebene hinzu, die auf die Ausführung von Trades ausgerichtet ist – und positioniert das Unternehmen näher an Börsen und Liquiditätsanbieter.
„DFlow wurde gebaut, um eines der schwierigsten Probleme im Krypto-Sektor zu lösen: verlässliche Execution in einer fragmentierten Onchain-Umgebung“, sagte DFlow-CEO Nitesh Nath. „Wenn wir MoonPay beitreten, können wir diese Infrastruktur global skalieren und eine neue Generation von Anwendungen unterstützen – von Trading-Plattformen bis hin zu autonomen Agents.“
Diese Expansion deutet auf eine Verschiebung hin zum Aufbau eines integrierten Stacks hin, der Onboarding, Execution und möglicherweise auch umfassendere Finanzdienstleistungen umfasst.
Die Übernahme signalisiert eine Transition von der Zugangsebene zu einem Infrastruktur-Anbieter. Das Umsatzpotenzial verschiebt sich von Transaktionsgebühren hin zu einer tieferen Beteiligung an Trading-Flows und dem Routing von Liquidität.
DFlow hat Infrastruktur entwickelt, die mit Prediction-Märkten verbunden ist – darunter eine API, die das Orderbook von Kalshi auf Solana tokenisiert. Jeder Markt wird als Token abgebildet, der über die Plattform geprägt und abgewickelt werden kann.
Diese Fähigkeit verbindet traditionelles ereignisbasiertes Trading mit Onchain-Infrastruktur und schafft damit eine Brücke zwischen regulierten Prediction-Märkten und dezentralen Ökosystemen. Während sich das Trading in neue Kategorien wie Prediction-Märkte und automatisierte Strategien ausdehnt, wird Infrastruktur, die Tokenisierung, Execution und Settlement über verschiedene Use Cases hinweg unterstützen kann, zunehmend zum zentralen Bestandteil des Wettbewerbs zwischen Plattformen.
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