Mosaic Platforms hat Mosaic ATS gestartet, ein neues alternatives Handelssystem für US-Aktien, das auf einem modell der Kompatibilitätsbasierten Interaktion beruht und ein proprietäres Framework namens MERIT verwendet, um festzulegen, wie Gegenparteien zusammenpassen, anstatt sich ausschließlich auf Preis- und Zeitpriorität zu verlassen. Die Plattform bewertet Handelsverhalten und den Workflow-Kontext, um die Order-Interaktionen zu beeinflussen, was die fortlaufenden Bemühungen der Branche widerspiegelt, Ausführungsergebnisse über die anfängliche Trade-Match hinaus anzugehen. Das System ist jetzt live und für Broker-Dealer verfügbar.
Das Mosaic-ATS-Modell konzentriert sich darauf, was nach der Ausführung von Trades passiert – ein Bereich, der zunehmend an Aufmerksamkeit gewonnen hat, während Marktteilnehmer Faktoren wie nachteilige Selektion, Informationsleckage und Ausführungsqualität über die Zeit untersuchen. Traditionelle Handelsplätze priorisieren das Matching von Orders anhand von Preis und Verfügbarkeit, berücksichtigen jedoch nicht den Einfluss dieser Matches auf nachfolgende Preisbewegungen oder die Handlungsleistung. Mosaic sagte, sein System sei darauf ausgelegt, diese Überlegungen in den Matching-Prozess selbst zu integrieren.
John Cosenza, Co-Chief Executive Officer von Mosaic Platforms, sagte: „Marktzentren wurden so konstruiert, dass sie den Match optimieren – aber die Handelsperformance lebt in den Minuten und Stunden, die danach folgen. Diese Diskrepanz zwischen Systemdesign und Handelsintention ist eine nicht-triviale Marktblindstelle. Und während höherwertige Liquidität zunehmend aus dem breiteren Markt heraus internalisiert wird, verstärken steigende Erschöpfungsgrade diese Herausforderung. Die Branche hat eine großartige Arbeit dabei geleistet, die Child Order Markouts und die Quote-Stabilität zu verbessern, was wir als Ausgangspunkt sehen, um Probleme bei höherwertigen Parent Orders anzugehen. Unsere Mission ist es, qualitativ hochwertigere Interaktionen mit minimalem Fußabdruck für den breiteren Markt zu kuratieren.“
Die Bezugnahme auf Internalisation und Marktwirkung deutet auf strukturelle Veränderungen in den Aktienmärkten hin, in denen ein wachsender Anteil der Liquidität außerbörslich abgewickelt wird, was beeinflusst, wie Trades die Preisbildung beeinflussen.
Mosaic ATS segmentiert Teilnehmer in zwei Kategorien: Investoren und Risikoprovider. Das MERIT-System bewertet die Kompatibilität zwischen diesen Gegenparteien, indem es beurteilt, wie sich die Handelsaktivität auf sie auswirkt, mit dem Ziel, negative Ergebnisse wie Preisslippage oder Signaleffekte zu reduzieren. Orders werden auf der Grundlage dieser Kompatibilitätskennzahl gematcht, nicht nur nach Preis-Zeit-Priorität, wodurch ein selektiverer Matching-Prozess entsteht, bei dem Interaktionen nach der erwarteten Ausführungsqualität gefiltert werden.
Joe Wald, Co-Chief Executive Officer von Mosaic Platforms, kommentierte: „Matching-Modelle optimieren Preis und Zeitverfügbarkeit – ohne die Frage zu berücksichtigen, was als Nächstes passiert. MERIT ändert das und ermöglicht es Investoren und Risikoprovidern, sinnvollen Wert zu teilen, wodurch zweiseitige Netzeffekte entstehen und sich Performance-Vorteile weiter verstärken. Wir glauben, dass dies die nächste Weiterentwicklung für Marktzentren darstellt.“
Die Einführung eines scoring-basierten Modells stellt einen Abschied von Standard-Matching-Engines dar, die typischerweise alle Orders innerhalb derselben Preisstufe gleich behandeln. MERIT führt eine zusätzliche Ebene ein, die Interaktionen anhand der Kompatibilitätsbewertung entweder einordnet oder filtert.
Der Start von Mosaic ATS unterstreicht die fortlaufende Experimentierfreude in der Marktstruktur, insbesondere in Bereichen, die mit Ausführungsqualität und Liquiditätssegmentierung zusammenhängen. Wenn Handelsstrategien komplexer werden, legen die Teilnehmer stärkeres Gewicht darauf, wie Trades ausgeführt werden, nicht nur darauf, ob sie gefüllt werden.
Kompatibilitätsbasierte Modelle können Vorteile bei der Reduzierung bestimmter Arten von Marktauswirkung bieten, stellen jedoch auch Fragen nach Transparenz und Zugänglichkeit. Die Kriterien, die zur Bestimmung der Kompatibilität verwendet werden, können beeinflussen, welche Orders gematcht werden und unter welchen Bedingungen. Der Ansatz interagiert zudem mit bestehenden Trends wie Internalisation und alternativen Handelssystemen, die die Liquidität bereits in unterschiedlicher Weise segmentieren. Das Hinzufügen einer Scoring-Schicht könnte weiter differenzieren, wie Liquidität über Handelsplätze hinweg zugegriffen und verteilt wird.
Für Broker-Dealer und institutionelle Teilnehmer hängt die Wirksamkeit eines solchen Modells davon ab, ob es die Ausführungsergebnisse in der Praxis verbessert. Die Akzeptanz wird wahrscheinlich von messbaren Verbesserungen bei Kennzahlen wie Slippage, Fill-Qualität und Post-Trade-Preisbewegungen abhängen.