Münchner Gericht entscheidet, dass Google für Fehlinformationen in KI-Übersichten des Feature verantwortlich ist

Laut einem Urteil eines regionalen Gerichts in München diese Woche muss Google die direkte rechtliche Verantwortung für Fehlinformationen tragen, die durch seine KI-Overviews-Funktion erzeugt werden. Das Gericht erließ eine einstweilige Verfügung gegen Google, nachdem das KI-Tool in den Suchergebnissen zwei legitime Münchner Verlage fälschlich mit Betrug, Abo-Fallen und verdächtigen Geschäftspraktiken verknüpft hatte.

Das Gericht unterschied KI-generierten Inhalt von traditionellen Suchergebnissen und urteilte, dass Suchmaschinen zwar in der Regel rechtlichen Schutz dafür genießen, auf Seiten Dritter zu verlinken, KI-Overviews jedoch Informationen integriert und synthetisiert, um in den eigenen Worten von Google substanzielle Aussagen zu erzeugen. Das Gericht stellte fest, dass diese Aussagen „die eigene Rede“ von Google darstellen und nicht neutrale Suchinformationen, wodurch Google direkt für die Richtigkeit haftbar ist. Google argumentierte, Nutzer könnten die Informationen durch das Anklicken der Quellenlinks überprüfen, doch das Gericht wies diese Verteidigung zurück. Es erklärte, die Funktion präsentiere Inhalte als vollständige Antworten und könne nicht von der Verantwortung für irreführende Informationen ausgenommen werden.

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