Gate-News-Mitteilung, 21. April — Die Zentralbank (CBN) Nigerias und die Nigerianische Kommunikationskommission (NCC) haben am Montag eine formelle Vereinbarung unterzeichnet, in der das Telecom Identity Risk Management System (TIRMS) eingerichtet wird; es wird Banken einen Echtzeit-Zugriff auf Telekommunkationsdaten geben, um mit Transaktionen verknüpfte Mobilnummern zu verifizieren.
Das System ermöglicht es Finanzinstituten zu prüfen, ob eine Mobilnummer kürzlich gewechselt, recycelt, wegen verdächtiger Aktivitäten markiert oder inaktiv geworden ist, bevor eine Zahlung durchgeht. Damit wird eine entscheidende Schwachstelle im nigerianischen System für digitale Zahlungen adressiert, in dem SIM-Swaps und kompromittierte Telefonnummern häufig ausgenutzt werden, um Konten zu kapern und die Authentifizierung zu umgehen. Laut dem Nigerian Interbank Settlement Systems (NIBSS) ist der Finanzbetrug in Nigeria 2025 um 51% auf ₦25.85 Milliarden ($18.7 million) zurückgegangen, obwohl die Verluste von ₦17.67 Milliarden ($12.80 million) im Jahr 2023 auf ₦52.26 Milliarden ($37.86 million) im Jahr 2024 angestiegen waren.
Die Vereinbarung sieht zwei gemeinsame Ausschüsse vor, die sich auf Zahlungssysteme, Verbraucherschutz und das Risikomanagement der Telekommunikationsidentität konzentrieren. Beide Aufsichtsbehörden werden bei Sofortzahlungen, QR-basierten Transaktionen und offenen Banking-Standards zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Infrastruktur zuverlässig skaliert. Der Rahmen stärkt außerdem die Mechanismen zum Verbraucherschutz, einschließlich einer schnelleren Lösung von bereichsübergreifenden Problemen wie fehlgeschlagenen Airtime-Käufen und verbesserten Systemen zur Bearbeitung von Beschwerden.