Laut Robin Brooks, Senior Fellow an der Brookings Institution und ehemaliger Devisenstratege bei Goldman Sachs, sind die Rohölpreise am 5. Juli auf das Niveau vor dem Nahostkrieg zurückgekehrt, wobei sich die Rohöllieferungen durch die Straße von Hormus rasch normalisieren. Brooks stellte fest, dass die Pipelines Saudi-Arabiens und der VAE das Angebotsvolumen von Rohöl aus dem Persischen Golf nahe an das Vorkriegsniveau bringen, was darauf hindeutet, dass der Angebotsschock weitgehend vorbei ist.
Brooks argumentierte, dass die Markterwartungen hinsichtlich weiterer Zinserhöhungen der Federal Reserve übertrieben seien und es kaum unterstützende Belege gebe. Er wies darauf hin, dass die kurzfristigen realen US-Zinsen sinken könnten, sobald die Energiepreise den Inflationsdruck verringern, was möglicherweise eine Dollarschwäche, einen Goldpreisanstieg und weitere Zugewinne bei US-Aktien auslösen könnte. Die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreisdaten am 14. Juli werde ein entscheidender Wendepunkt für diese Marktanpassungen sein, so Brooks.