Die nigerianische Zahlungsfirma OPay arbeitet mit Citigroup, Deutsche Bank und JPMorgan an einem US-IPO später in diesem Jahr, der das Unternehmen voraussichtlich mit etwa 4 Milliarden US-Dollar bewerten könnte, berichtet Bloomberg. OPay wurde vom chinesischen Unternehmer Yahui Zhou gegründet und brachte 2021 400 Millionen US-Dollar ein – bei einer Bewertung von 2 Milliarden US-Dollar – von Investoren unter anderem einschließlich SoftBank Vision Fund, Sequoia Capital und Long-Z Capital.
OPay hat in Nigeria ein deutliches operatives Wachstum gezeigt. Bis April 2024 meldete das Unternehmen mehr als 50 Millionen Nutzer und verarbeitete über 12 Milliarden US-Dollar an monatlichem Transaktionsvolumen. Mitte 2023 entfiel schätzungsweise ein Anteil von 30–40% an Nigerias täglicher Point-of-Sale-Transaktionsanzahl sowie etwa 37% aller Banking-Agents auf OPay. Das Unternehmen verzeichnete seinen ersten monatlichen Gewinn im Mai 2024 – ein Meilenstein, der typischerweise für öffentliche Platzierungen wichtig ist.
Der Zeitpunkt des OPay-IPO überschneidet sich mit Nigerias sich entwickelnder Fintech-Regulierungslandschaft. Im April 2024 wies die Central Bank of Nigeria (CBN) OPay und drei weitere Fintech-Unternehmen an, das Onboarding neuer Kunden wegen Know-Your-Customer-(KYC)-Bedenken zu stoppen. Die Einschränkung wurde im Juni 2024 aufgehoben. Zudem drängen nigerianische Gesetzgeber auf die Einrichtung einer Nigeria Fintech Regulatory Commission, die laut ihren Befürwortern eine Verringerung der fragmentierten Aufsicht bewirken würde, wobei jedoch Fragen bleiben, ob es zu Überschneidungen mit der CBN und der Securities and Exchange Commission (SEC) kommen könnte. Ein US-Listing würde OPay strengeren internationalen Compliance-Regeln unterstellen und das Unternehmen potenziell als Benchmark für Sicherheits- und Governance-Standards positionieren, die Gesetzgeber im nigerianischen Fintech-Sektor etablieren wollen.
Nigeria hat mehrere Fintech-Einhörner hervorgebracht, da Nutzer digitale Finanzlösungen übernehmen, um mit unzuverlässigen Bankensystemen und Betrugsrisiken umzugehen. McKinsey schätzt, dass afrikanische Fintech-Unternehmen bis 2028 ungefähr 47 Milliarden US-Dollar an Umsatz generieren könnten.
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