Gate-News-Mitteilung, 16. April — OpenAI hat sich aus dem Projekt für das Rechenzentrum „Stargate“ in Norwegen zurückgezogen, das es zuvor gemeinsam mit Initiativen in den USA und im Vereinigten Königreich verfolgt hatte. Am 15. April gab der britische KI-Cloud-Startup Ensacle bekannt, dass es einen Vertrag unterzeichnet hat, um ein 230-Megawatt (MW)-Rechenzentrum anzumieten, das in Narvik im Norden Norwegens gebaut wird, für Microsoft.
Die Anlage wird über 30.000 Einheiten der nächsten Generation von Nvidias Vera-Rubin-Grafikprozessoren (GPUs) beherbergen. OpenAI hatte den Standort ursprünglich im Rahmen der ersten Verhandlungen zur Deckung des Bedarfs als wichtigen Knotenpunkt für das Projekt „Stargate Norway“ identifiziert. Der Rückzug von OpenAI erfolgt nach früheren Ausstiegen aus einer Erweiterung eines Datenzentrums in Texas mit Oracle sowie einem Projekt „Stargate UK“, wobei regulatorische Auflagen und Energiekosten als Faktoren genannt wurden.
Branchenbeobachter sehen die strategische Neuausrichtung von OpenAI als Teil einer umfassenderen finanziellen Restrukturierung im Vorfeld eines geplanten initialen öffentlichen Angebots (IPO) später in diesem Jahr. Das Unternehmen hat seine Prognose für die gesamten Rechenkosten bis 2030 von 1,4 Billionen $ auf $600 billion gesenkt. OpenAI erklärte, dass das Projekt in Norwegen weiterhin aktiv sei und dass die Anmietung von Rechenleistung über Microsoft Azure wirtschaftlicher sei. John Tinter, Corporate Vice President für Business Development und Ventures bei Microsoft, sagte, dass die erweiterte Partnerschaft mit Ensacle in Narvik dabei helfen werde, die wachsende KI-Nachfrage in ganz Europa zu bewältigen.